Als "endgültig linkes Manifest" und "erneuten Beleg dafür, dass die hessische SPD die Gymnasien, Haupt- und Realschulen zerschlagen will" hat der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Christean Wagner, die Leitlinien, die die SPD auf ihrem Parteitag beschlossen hat, bezeichnet. "Frau Ypsilanti will unsere hessischen Gymnasien, Haupt- und Realschulen zugunsten einer Zwangseinheitsschule zerschlagen. Damit schlägt sie denselben Weg ein, wie ihre SPD-Kollegin Hannelore Kraft, die die Einheitsschule in Nordrhein-Westfalen flächendeckend einführen will. Sitzenbleiben soll bei der hessischen SPD auch kein Schüler mehr. Das ist eine Gleichmacherei, die niemanden nützt, sondern den jungen Menschen massiv schaden würde in ihrer Entwicklung. Das wird es mit der CDU in Hessen nicht geben, weil wir überzeugt sind, dass eine Förderung nach individuellen Begabungen und Talenten der bessere Weg ist. Wir stehen für den Erhalt des differenzierten Schulwesens ein", stellte Wagner klar. Mit der Abschaffung des achtjährigen Gymnasiums würde Ypsilanti den hessischen Schülerinnen und Schülern darüber hinaus einen Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Bundesländern "zumuten".

"Erschreckend" nannte Wagner die "inhaltlichen Übereinstimmungen mit der Linkspartei", die ebenfalls am Samstag ihr Wahlprogramm verabschiedet hat. Der CDU-Politiker betonte, dass es "gleich so viele Gemeinsamkeiten" zwischen der SPD und der Linken in den Wahlprogrammen gebe, dass die beiden Parteien diese am Samstag in Wiesbaden durchaus "gleich gemeinsam" hätten verabschieden können. "SPD und Linke verfolgen von der Schul- bis zur Sozialpolitik die gleichen Ziele und wollen Hand in Hand die Zwangseinheitsschule in Hessen einführen." Die Absage von Frau Ypsilanti an die Linke sei vor diesem Hintergrund "nichts wert" und "absolut unglaubwürdig." "SPD-Arbeitsminister Franz Müntefering, die SPD-Vorsitzenden Heiko Maas im Saarland, Christoph Matschie in Thüringen und Hannelore Kraft in Nordrhein-Westfalen sowie SPD-Bundesumweltminister Sigmar Gabriel können sich allesamt eine Zusammenarbeit mit der Linken in den Ländern vorstellen. Eine isolierte Position in dieser Frage kaufen wir Frau Ypsilanti nicht ab", so Wagner abschließend.

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