Bei einer gemeinsamen Wanderung entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze machten sich heute der CDU-Fraktionsvorsitzende im Hessischen Landtag, Dr. Christean Wagner, und der CDU-Fraktionsvorsitzende im Thüringer Landtag, Mike Mohring, ein Bild über die Überwachungs- und Tötungsanlagen der ehemaligen DDR. Die beiden CDU-Politiker forderten angesichts des Eindrucks von Stacheldraht und Selbstschussanlagen: "Jede Schülerin und jeder Schüler sollte einmal in seiner Schulzeit eine NS- und eine DDR-Gedenkstätte besuchen. Das Unrecht und das Leid der deutschen Diktaturen darf nicht in Vergessenheit geraten!" Die beiden Fraktionsvorsitzenden forderten, in den Lehrplänen entsprechend Raum zu schaffen.

Mohring verdeutlichte ein weiteres Mal die Bedeutung von Grenzlandmuseen als ideale Orte, um das SED-Unrecht greifbar zu machen: "Wir werden auch in Zukunft daran festhalten, das DDR-Unrecht zu dokumentieren und transparent zu machen. Das beginnt bei der Weiterführung des Gesetzes zur Überprüfung von Landtagsabgeordneten auf ihre frühere Stasi-Tätigkeit, das wir auch in der kommenden Legislaturperiode fortführen werden, und beinhaltet eben auch die intensive Förderung von Grenzlandmuseen."
Mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl in Thüringen sagte Wagner: "Die Neo-Kommunisten der Linkspartei wollen diesen Teil der Geschichte unter den Teppich kehren. Deshalb müssen wir alles dafür tun, damit die Stasi-Mitarbeiter von gestern nicht die Staatssekretäre von morgen werden."
An dem Tag mit Vertretern der CDU-Fraktionen beider Landtage nahmen mehr als 50 Personen teil. Auf dem Programm stand ein Besuch der Gedenkstätte Point-Alpha und eine Wanderung entlang der innerdeutschen Grenze, mit fachkundigen Erläuterungen zu Grenzbauen und Grenzvorfällen.

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