„Frau Ypsilanti hat noch immer nichts gelernt“, sagte der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Christean Wagner, zu den heutigen Behauptung der SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzenden, gegenüber der Waldeckischen Landeszeitung. Ypsilanti hatte darin den vier SPD-Abgeordneten Metzger, Everts, Tesch und Walter die Schuld für die schlechten Umfragewerte und das Stimmungstief der hessischen SPD in „die Schuhe geschoben“. „Offensichtlich hat Frau Ypsilanti völlig verdrängt, dass die SPD bereits vor der Entscheidung der vier aufrechten SPD-Abgeordneten am 3. November über Monate hinweg in allen Umfragen in den Keller abgesackt war“, sagte Wagner. Es sei ein Beleg für „die Ignoranz und gestörte Wahrnehmung“ der SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzenden, dass sie trotz des massiven Widerstands der hessischen Bürger und selbst der SPD-Anhänger gegen ein rot-rot-grünes Bündnis an ihrem Kurs festgehalten habe.

Als „erneute Wählertäuschung und Versuch, vom eigenen Versagen abzulenken," bezeichnete Wagner weiterhin Ypsilantis Aussage, der neue SPD-Spitzkandidat Schäfer-Gümbel habe ein völlig eigenes, von Ypsilantis Politik unabhängiges Profil. „Schäfer-Gümbel ist der neue Mann von Ypsilantis Gnaden, während die Partei- und Fraktionsvorsitzende weiter an ihren Ämtern klebt. Wo Schäfer-Gümbel drauf steht, ist Ypsilanti drin“, stellte Wagner klar. „Ypsilantis Statthalter hat den Wortbruch und das Linksbündnis mit den Kommunisten in der Vergangenheit maßgeblich und aktiv mitbetrieben und strebt auch in Zukunft ein rot-rot-grünes Bündnis an.“ Ypsilanti habe in den vergangenen Monaten mehrfach die Gelegenheit zum Rückzug gehabt und damit die Chance für eine neue politische Kultur in Hessen eröffnet. Stattdessen ziehe sie bis heute im Hintergrund die Fäden der hessischen SPD.

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