"Die Frage der Gleichstellung von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen muss weiterhin ganz oben auf der Agenda der Landespolitik bleiben", forderte die frauenpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Claudia Ravensburg, anlässlich des anstehenden Internationalen Frauentages, der alljährlich am 8. März begangen wird. Noch immer sei die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine zentrale Frage der Lebensplanung insbesondere für die Frauen, die sich für Kinder entschieden hätten, sagte Ravensburg. „Wir wollen, dass die Frauen sich nicht mehr vor die Entscheidung gestellt sehen, ob sie Ihre Kinder betreuen oder sich um ihre berufliche Karriere kümmern wollen, und arbeiten seit Jahren erfolgreich an diesen Fragen. Dank der CDU wurde das Thema Familienpolitik in Hessen in den letzten Jahren aus seinem Schattendasein befreit und in den Mittelpunkt der Landespolitik gestellt. Hessen ist beim Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren bundesweiter Spitzenreiter der Flächenländer“, betonte die CDU-Politikerin.

Die CDU-FDP-Koalition habe in ihrem Koalitionsvertrag die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei voller Wahlfreiheit der Eltern als "besonderes Anliegen" hervorgehoben. Der Weg des Ausbaus qualitativ hochwertiger Betreuungsangebote solle fortgesetzt werden und die berufliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern weiter verbessert werden, zitierte Ravensburg aus dem Koalitionsvertrag. "Wir haben die Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren mehr als verfünffacht. Mit den Programmen BAMBINI und KNIRPS haben wir die Haushaltmittel für die U3-Betreuung im Jahr 2008 noch einmal auf 90 Millionen Euro verdoppelt. Damit schaffen wir für Eltern eine echte Wahlfreiheit", so Ravensburg.
Die schwarz-gelbe Koalition werde in dieser Legislaturperiode die erfolgreiche Arbeit zur Förderung von Frauen mit zahlreichen Schwerpunkte und Projekten fortführen, kündigte Ravensburg an: "Erklärtes Ziel der CDU ist es, die Erwerbschancen von Frauen zu erhöhen. Ein besonderes Augenmerk wollen wir deshalb dem beruflichen Wiedereinstieg der Frauen nach der Elternzeit widmen. Nach wie vor müssen leider noch viele Frauen einen Karriereknick, aber auch Einkommensverluste in Kauf nehmen, wenn sie nach der Elternzeit wieder in ihren Beruf zurückkehren. Dabei erwerben Frauen wichtige Schlüsselkompetenzen in der Elternzeit, die sie auch im Beruf nutzbringend einbringen können." Auch sei der berufliche Wiedereinstieg für Frauen, die sich beruflich neu orientieren wollen, immer noch schwierig. Ravensburg zeigte sich daher erfreut, dass auch in Kassel ein Modellprojekt des kürzlich durch Frau Bundesministerin von der Leyen initiierten Aktionsprogramms "Perspektive Wiedereinstieg" entstanden sei. Dort würden Frauen im Rahmen des gesamten Wiedereinstiegsprozesses individuell begleitet und betreut. Ziel müsse, so Ravensburg, eine Ausweitung dieser Projekte sein.
Der Politik komme insgesamt die Aufgabe zu, positive Rahmenbedingungen und Anreize zu schaffen. "Wir werden das Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren zügig weiter ausbauen und den vom Bund für 2013 vorgeschriebenen Versorgungsgrad von 35 Prozent durch die Einführung eines Bonussystems, das die zügige Schaffung von Betreuungsplätzen belohnt, vorzeitig erreichen. Dabei soll der Ausbau der betrieblich geförderten Kinderbetreuung, insbesondere auch von kleinen und mittleren Unternehmen,  unterstützt werden", sagte die Fachsprecherin. Auch solle durch gezielte Förderanreize die Öffnungszeiten der Kindertageseinrichtungen flexibilisiert werden, um den verschiedenen Anforderungen der Arbeitswelt an Mütter und Väter besser gerecht zu werden, so Ravensburg abschließend.

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