„Jede Form von Gewalt gegen Frauen oder Diskriminierung muss bekämpft werden. Es darf keine Toleranz geben, bei  Menschenhandel, Zwangsverheiratung, Zwangsprostitution, Stalking oder häuslicher Gewalt“, so die frauenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Claudia Ravensburg. Anlässlich des Tages gegen Gewalt an Frauen wies sie besonders auf die Hilfsangebote gegen häusliche Gewalt in Hessen hin, denn die Opfer sind meist Frauen und Kinder. In diesem Jahr besteht der Landesaktionsplan gegen häusliche Gewalt in Hessen bereits seit 10 Jahren.  „Es ist sehr begrüßenswert, dass sich die Ministerien Soziales, Innen und Justiz ressortübergreifend zusammengeschlossen haben. Durch die Abstimmung von Präventions-, Schutz- und Interventionsmaßnahmen aller beteiligten Einrichtungen und Behörden in Hessen kann häuslicher Gewalt wirksam und konsequent entgegengetreten werden. Anfang 2006 wurde in Umsetzung des Landesaktionsplanes die Landeskoordinierungsstelle gegen häusliche Gewalt geschaffen. Diese unterstützt die regionalen Initiativen und die fachliche Qualität von Intervention und gibt Hilfestellungen durch Informationen sowie landesweite Fortbildungen für die Bereiche des Innern, der Justiz, der Gesundheitsversorgung und der Jugendhilfe“, so Ravensburg.

„Wir wollen den Schutz der Frauen und Kinder gegen Gewalt weiter verbessern. Die Unterstützung der Frauen in allen Landesteilen durch Frauenhäuser, Interventionsstellen und Beratung für Frauen nach sexualisierter Gewalt wird ein wichtiger Schwerpunkt des Sozialbudgets werden. Mit zusätzlichen Mitteln für die Intervention bei häuslicher Gewalt, die Unterstützung von Beratungsstellen nach sexueller Gewalt und für Frauenhäuser kommt Hessen seiner Verantwortung nach, Maßnahmen gegen Gewalt zu ergreifen und Hilfsangebote für Frauen dauerhaft zu erhalten und zu etablieren sowie eine fachkundige Versorgung Betroffener zu gewährleisten“, erklärte Ravensburg.

„Häuslicher Gewalt muss entschieden entgegengetreten werden. Da die Opfer oftmals nicht selbst Hilfe suchen, ist es besonders wichtig, auch das Umfeld, also Familie, Freunde, Kollegen und Nachbarn zu sensibilisieren. Wichtig ist die gute Zusammenarbeit sowohl der öffentlichen Träger als auch der freien Träger. Nur durch ein koordiniertes Zusammenwirken aller Akteure kann es gelingen in der Öffentlichkeit weiter für das Thema zu sensibilisieren. In Zusammenarbeit mit der Polizei, der Staatsanwaltschaft, den Gerichten, dem Gesundheitswesen, den Interventionsstellen, Frauennotrufen, Frauenhäusern und Jugendämtern wird hier zum bestmöglichen Schutz von Frauen und Kindern in Hessen agiert“, sagte Ravensburg. Zudem sei auch das Pilotprojekt der Schutzambulanz in Fulda zu erwähnen, dessen Ziel auch die Gerichtsfestigkeit der Dokumentation von Gewalt sei.

„Mein ausdrücklicher Dank gilt der Kooperation der Frankfurter Kliniken bei der medizinischen Soforthilfe nach Vergewaltigungen. Gewalt an Frauen ist keine Privatsache, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem. Das gilt besonders auch bei Sexueller Gewalt. Wir begrüßen daher, dass unsere Kollegen in Frankfurt die ‚Aufreiß‘-Seminare von Julien Blanc nicht dulden. Auf solche Weise organisierte Gewaltaufrufe gegenüber Frauen sind erniedrigend und dürfen von unserer Gesellschaft nicht toleriert werden“, betonte Ravensburg.

 

 

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Ansprechpartnerin

Claudia Ravensburg

Sozialpolitische Sprecherin, Mitglied im Ältestenrat, Mitglied im Präsidium

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