"Die Hessische Landesregierung beweist beim Kinderschutz einmal mehr ihr schnelles und entschlossenes Handeln", sagte die CDU-Landtagsabgeordnete, Claudia Ravensburg, zu dem heute von der Sozialministerin Silke Lautenschläger im Hessischen Landtag vorgestellten Gesetzentwurf zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes von Kindern.

"Die mit dem Gesetzentwurf verpflichtend werdenden Untersuchungen von Klein- und Kleinstkindern (U1 – U9) können einen wichtigen Beitrag leisten, Fälle von Vernachlässigung und Misshandlung frühzeitig zu erkennen. Dadurch kann vielen Kindern unnötiges Leid erspart werden. Aus Sicht des Wohls unserer Kinder ist es nicht länger hinnehmbar, dass immer noch nicht jedem Kind diese wichtigen, nach den bundeseinheitlichen Kinderrichtlinien standardisierten und für die Eltern kostenlosen Untersuchungen zuteil werden", so die Unions-Politikerin. "Nachdem die auch auf hessische Initiative angeregte bundeseinheitliche Regelung weiter auf sich warten lässt, handelt die Landesregierung jetzt mit einem eigenen Gesetz, das nicht nur von der CDU-Fraktion, sondern auch vom Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte in Hessen ausdrücklich begrüßt wird", erläuterte Ravensburg.

"Die Landesregierung hat über die letzten Jahre den präventiven Kinderschutz erheblich intensiviert. Mit breit angelegten Informationskampagnen, einer Vernetzung der im Kinderschutz tätigen Personen, einer verstärkten Weiterbildung z.B. der Jugendamtsmitarbeitern und Projekten, wie dem der Familienhebammen, wurden in Hessen neue Maßstäbe gesetzt. Mit dem Projekt "Papilio", das der Entwicklung von Sucht und Gewalt im späteren Kindes- und Jugendalter vorbeugen soll, sowie dem Projekt "Faustlos", das präventiv die sozial-emotionalen Kompetenzen von Kindern fördern soll, werden weitere wichtige Impulse gegeben. Die schrecklichen Erfahrungen der näheren Vergangenheit haben jedoch deutlich gemacht, dass auch die besten Präventionsmaßnahmen in den Fällen nicht greifen, in denen Kinder unerkannt von ihrer näheren Umgebung schlimmes Leid durch Verwahrlosung und Misshandlung erfahren müssen", so die CDU Politikerin:
"Mit dem nun geplanten Gesetz können wir schon in wenigen Wochen einen weitgehenden Schutz auch dieser Kinder realisieren. Frühzeitiger erkennen heißt, früher handeln können. Dieser Grundsatz gilt auch für das Neugeborenenscreening, mit dem Stoffwechsel- und Hormonerkrankungen durch die Untersuchung oft noch rechtzeitig erkannt werden können, um schwerwiegende Schädigungen der Kinder zu verhindern. Wir hoffen daher darauf, dass alle Fraktion im Landtag zum Wohle der Kinder bei diesem wichtige Thema konstruktiv mitarbeiten", sagte Ravensburg abschließend.

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