Beim Besuch der Hochschule Fulda des Arbeitskreises für Arbeit, Familie und Gesundheit der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag stellte die kinderpolitische Sprecherin, Claudia Ravensburg, fest: ?Die Anforderungen für den Erzieherberuf, die mit der Qualitätssteigerung im Bereich der frühkindlichen Pädagogik einhergehen, werden auch zwangsläufig zu höheren Qualifikationsanforderungen gerade beim Leitungspersonal in den Kindertagesstätten führen.? Die Politiker unterhielten sich mit der Studiengangsleiterin für frühkindliche inklusive Bildung, Frau Prof. Dr. Sabine Lingenauber, über den berufsbegleitenden Studiengang an der Hochschule Fulda, die frühkindliche Bildung zwischen Wissenschaft und Praxis sowie die Einführung eines Schulvorbereitungsjahres im Kindergarten.

"Wir wollen, dass Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I auch weiterhin eine gute Berufschance in einer hochkompetenten Fachschulausbildung erhalten. Darauf aufbauend können die Hochschulen neben den klassischen Studiengängen auch Fachkräfte mit Berufserfahrung Weiterbildungsangebote und berufsbegleitende Studiengänge anbieten", sagte Ravensburg. Eine Reform der jetzigen Erzieherausbildung wäre zudem ein möglicher Weg, die Qualitätsansprüche zu erfüllen.
Darüber hinaus stellte Frau Prof. Dr. Lingenauber den interessierten Politikern des Arbeitskreises ein Bund-Länder-Modelprojekt vor. Das Modellprojekt (TransKiGs) beschäftigt sich mit der Stärkung der Bildungs- und Erziehungsqualität in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen und der Gestaltung des Übergangs zwischen beiden Einrichtungen. Wir werden die Ergebnisse, die im Winter 2009 vorliegen sollen, auswerten und in unsere Überlegungen für die Einführung eines Schulvorbereitungsjahres in Hessen aufnehmen" so Ravensburg.

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