Die Fraktionen von CDU und FDP haben einen gemeinsamen Antrag zur Schulsozialarbeit eingebracht. "Schulsozialarbeit als besondere Form der Sozialarbeit bleibt auch in Zukunft in der originären Zuständigkeit der Landkreise als Träger der Sozial- und Jugendhilfe. Die Landesregierung investiert jährlich 400.000 Euro in zehn Projekte und wird diese Förderung auch in Zukunft fortsetzen", so Claudia Ravensburg, familien- und kinderpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion und Mario Döweling, schulpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag.

"Darüber hinaus werden auch die bereits begonnenen Projekte im Wege einer Drittelfinanzierung zwischen Schulämtern, Schulträgern und Kommunen im laufenden Schuljahr 2009/2010 fortgeführt. Schulsozialarbeit hat für uns einen hohen Stellenwert und soll je nach Bedarf vor Ort angeboten werden können. Dazu bedarf es einer verstärkten Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule sowie Staatlichen Schulämtern", sagte Ravensburg

Im Laufe dieser Legislaturperiode wollen die Fraktionen von CDU und FDP einen Paradigmenwechsel in der Bildungspolitik vollziehen, um Hessens Schulen in Selbständige Schulen weiterzuentwickeln und deren Eigenverantwortung zu stärken. Im Zuge dessen wird der notwendige Spielraum für mehr individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler sowie zur Entlastung der Lehrkräfte geschaffen. "Bereits ab dem Schuljahr 2010/2011 erhalten die Schulen die Möglichkeit, über 20 Prozent der Geldmittel frei verfügen zu können. Sie können diese Mittel dann auch für außerunterrichtliche Zwecke wie beispielsweise für die Schulsozialarbeit einsetzen, wenn die Unterrichtsabdeckung gewährleistet ist. Die Schulen sollen in Absprache mit dem Schulträger und der Kommune selbst darüber entscheiden können, ob und in welchem Umfang Bedarf im Bereich der Schulsozialarbeit besteht und nach pädagogischen Gesichtspunkten entscheiden können", erklärte Döweling.

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