"Der Antrag der Grünen zur Kinderbetreuung ist offensichtlich mit heißer Nadel gestrickt und ein unüberlegter Schnellschuß", sagten die beiden Sozialpolitiker der CDU- und der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Claudia Ravensburg und René Rock, heute im Anschluss an die Pressekonferenz der Grünen in Wiesbaden. Die vorgelegten Zahlen seien nicht belastbar, die Finanzierung der zusätzlichen Ausgaben nicht gesichert, kritisierten Ravensburg und Rock den grünen Vorstoß.

Beide verwiesen auf zusätzliche Mittel, die die Koalition für die Kinderbetreuung im Haushalt 2009 zur Verfügung stellt. Die Offensive für Kinderbetreuung erhalte zusätzlich 5,4 Millionen Euro.

Über den Kommunalen Finanzausgleich (KFA) werde zudem die Förderung des Bambini und des Knirps-Programms zum Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten für unter 3-jährige Kinder im zweiten Jahr mit 90 Millionen Euro fortgeschrieben.
"Für die finanzielle Entlastung von Eltern bei Kindergartengebühren, für eine gute Betreuung und Begleitung von Kindern tun wir viel. Dieser Bereich der Familienpolitik ist eines der Markenzeichen unserer Landespolitik geworden", betonten Ravensburg und Rock. Erstmals würden zudem Mittel in Höhe von 1,1 Millionen Euro für die "Initiative Kinder und Familien" bereitgestellt. "Hier haben wir eine Grundlage geschaffen, um unter anderem einen Kampagne zur Gewinnung von mehr Erzieherinnen und Erzieher auf den Weg bringen zu können", so die beiden Sozialexperten abschließend.
 

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