Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses und Abgeordneter der CDU-Landtagsfraktion, Clemens Reif, sprach sich dafür aus, dass die Neuordnung der Landesbanken nicht auf Kosten der Hessischen Landesbank (Helaba) erfolgen dürfe. "Wir müssen bei der Neuordnung der Landesbanken aufpassen, dass dies nicht auf Kosten der Helaba geschieht. Gutes Wirtschaften darf nicht bestraft werden."

"Die Landesbank Hessen-Thüringen hat eine gute Eigenkapitalquote und ist von der Finanzmarktkrise nicht im selben Maße betroffen wie andere Landesbanken.

Eine Bad-Bank ist für unsere Landesbank nicht notwendig. Die vorhandenen Risiken kann die Helaba selbst bewältigen", so Reif heute in Wiesbaden.
"Zu einer Fusion mit anderen Landesbanken darf es nur kommen, wenn sich die anderen Landesbanken konsolidiert haben, sonst würde es zu einer Herabstufung im Rating und somit zu einer wesentlich schlechteren Refinanzierungsposition kommen. Dies müssen wir auf jeden Fall verhindern", sagte Reif.
Reif sprach sich dafür aus, bei einer Neuordnung der Landesbanken vor allem das Geschäftsmodell ausgiebig zu diskutieren. "Mit einer Zusammenlegung der Landesbanken ist grundsätzlich noch kein Problem gelöst. Wichtig ist, dass die Landesbanken nach einer Neuordnung vernünftige und tragfähige Geschäftsmodelle haben und ihren ursprünglichen Aufgaben gerecht werden. Die Helaba kann hier durchaus als Vorbild dienen. Der bisher verfolgte Ansatz aus Unternehmensfinanzierung und Mittelstandsförderung hat sich bewährt und ist auch für die Zukunft eine ernstzunehmende Option", erläuterte der Wirtschaftsexperte der CDU-Landtagsfraktion abschließend.

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