Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Hessischen Landtag und CDU-Abgeordnete, Clemens Reif, hat in der heutigen Plenarsitzung im Wiesbadener Landtag ein deutliches Bekenntnis zur Sozialen Marktwirtschaft abgelegt. "Zu schwache ordnungspolitische Rahmenbedingungen waren Auslöser für die wirtschaftlichen Verwerfungen, nicht jedoch das Wirtschaftssystem selbst. Wir bekennen uns ohne wenn und aber zur Sozialen Marktwirtschaft als wirtschaftliche Grundlage unserer freiheitlichen Gesellschaftsordnung. Nur die Soziale Marktwirtschaft garantiert den Menschen Wohlstand", so der Finanzmarktexperte.

Reif sprach sich in der Landtagsdebatte für eine Verbesserung der Transparenz auf den Finanzmärkten aus und unterstützte die europäischen und internationalen Bemühungen der Bundesregierung. Zugleich forderte der Wirtschaftsexperte eine effizientere Bankenaufsicht und die komplette Verlagerung der BaFin und der künftigen europäischen Bankenaufsicht nach Frankfurt am Main. "Frankfurt gehört zu den wichtigsten Finanzplätzen in Europa und der Welt. Für eine effiziente Aufsicht ist die räumliche Nähe zu den Instituten erforderlich. Vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise müssen die Aufgaben von BaFin, aber auch der europäischen Bankenaufsicht und der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie der Bundesbank nochmals evaluiert und an einem Ort konzentriert werden", forderte Reif.
Die Zukunft des Finanzplatzes Frankfurt sei gesichert. Der notwendigen verschärfenden Regulierung sehe der CDU-Politiker gelassen entgegen. "Der Finanzplatz Frankfurt war auch in der Krise stabil und hat sich im Vergleich zu anderen Finanzplätzen relativ verbessert. Die Wettbewerbsposition unseres hessischen Finanzplatzes wird sich durch schärfere internationale Regulierungsvorschriften nicht verschlechtern", stellte Reif abschließend fest.
 
 

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