• Abscheuliche Tat, weil Täter offensichtlich bewusst Kinder töten wollte
  • Täter schweigt nach wie vor – Anklage wegen 91-fachen versuchten Mordes erhoben
  • Wir lassen die Opfer nicht allein – Opferfonds soll helfen

Die Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Ines Claus, erinnert an die Opfer der Amokfahrt auf dem Rosenmontagszug in Volkmarsen vor einem Jahr:

„Vor gut einem Jahr zerstörte ein Amokfahrer beim Rosenmontagsumzug im nordhessischen Volkmarsen viele bis dahin heile Leben. Besonders perfide ist diese abscheuliche Tat, weil der Täter offensichtlich bewusst Kinder töten wollte. Über 150 Menschen wurden verletzt, wie durch ein Wunder ist niemand gestorben. Die Folgen, vor allem in seelischer Hinsicht, sind bei vielen auch heute noch nicht verheilt. Am heutigen Rosenmontag ist es der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag und mir ganz persönlich ein besonderes Anliegen, den Betroffenen und den Menschen in Volkmarsen unsere Verbundenheit und unser nach wie vor tief empfundenes Mitgefühl zu übermitteln. Die Opfer von Volkmarsen sind nicht vergessen!

In diesen Tagen jähren sich die Anschläge von Volkmarsen und auch von Hanau. Diese unfassbaren Tragödien, so tief traurig sie einen persönlich zurücklassen und so schwer sie nach wie vor zu begreifen sind, werden uns immer Mahnung dafür sein, dass die Prinzipien und Werte unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung keine Selbstverständlichkeit sind. In unserer Gesellschaft darf nie Platz sein für Menschen, die sich von Hass und Hetze leiten lassen und Gewalt oder Rassismus als Mittel der politischen Auseinandersetzung begreifen.

Besonders schlimm ist, dass der Täter bis heute keine Angaben zu seinen perfiden Beweggründen gemacht hat. Im Dezember hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main Anklage gegen den Amokfahrer erhoben. Ihm wird wegen versuchtem Mord in 91 Fällen und gefährlicher Körperverletzung in 90 Fällen der Prozess gemacht. In der Hoffnung, dann endlich Antworten über das Warum zu erhalten.

Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass die Angehörigen der Opfer nicht allein gelassen werden. Neben den bereits bestehenden Hilfs- und Präventionsprogrammen des Landes wollen wir mit der Einrichtung eines zwei Millionen Euro umfassenden Opferfonds unbürokratische Hilfen zur Bewältigung des erlittenen Unrechts und seiner Folgen gewähren. Die genauen Richtlinien für den Fonds sollen in den nächsten Wochen aufbauend auf den Erfahrungen anderer Länder erarbeitet werden.“

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Ines Claus

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