Als "zentral für den Standort Nordhessen und seine wirtschaftliche Entwicklung" bezeichnete bei einem Besuch des CDU/FDP-Arbeitskreises für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im "Informationszentrum A 44" bei Walburg der CDU-Landtagsabgeordnete, Dirk Landau, die geplante Bundesautobahn von Kassel nach Eisenach. Ralf Struif vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen Kassel und der Bürgermeister von Hessisch-Lichtenau, Jürgen Herwig, informierten dabei eingehend über die komplexen und vielfältigen Herausforderungen bei der Trassenplanung, insbesondere im Hinblick auf die Ausgleichsmaßnahmen im Naturschutzbereich.

Landau kritisierte insbesondere die Rolle des BUND: ?Einzig dieser Naturschutzverband blendet die überwältigende Zustimmung der Bevölkerung zur A 44 aus und verspielt durch seine fortgesetzte Blockadehaltung jede Sympathie und Unterstützung der Menschen bei anderen Umweltschutzprojekten." Die Trasse für die A 44 sei dank kontinuierlicher Anstrengungen der Straßenplaner eng an den Erfordernissen europäischer Richtlinien ausgerichtet und komme dem Ideal einer "grünen" Autobahn sehr nahe, was sich auch in den hohen Baukosten von derzeit 1,6 Milliarden Euro zeige. "Es ist an der Zeit, dass dieser letzte Lückenschluss aus den Infrastrukturprojekten für die deutsche Einheit endlich vollzogen und nicht länger verhindert wird", forderte Landau
"Äußerst nachdenklich" stimmte die Abgeordneten Herwigs Schilderung, dass selbst sogenannte "Brutverdachtsfälle" bestimmter Vogelarten das Verfahren stark verzögerten. Einzig aus vernommenen Vogelstimmen wurde auf eine Eiablage geschlossen, ohne dass tatsächlich Gelege aufgefunden wurden.
"Wenn Gutachter in Verhandlungen meinen, allein aus dem Vögelzwitschern das Brüten und Eierlegen seltener Vogelarten ablesen zu können, ohne handfeste Beweise vorzubringen, dann wird daran deutlich, dass es nicht mehr um die Interessen der Menschen in der Region geht, sondern nur noch um Ideologie", sagte Landau am Ende des Besuches.

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