„Für Unternehmen wie Institutionen, die tagtäglich mit großen Datenmengen umgehen müssen, ist eine schnelle Breitbandversorgung ein entscheidender technischer Vorteil. Dies betrifft nicht nur Baufirmen und Ingenieurbüros, die große Pläne verschicken müssen, sondern auch Handwerker und Mittelständler, die Produktdaten und Angebote versenden wollen. Eine ausreichende Breitbandversorgung ist entscheidend für die Attraktivität des ländlichen Raumes. Bereits heute ist in Hessen ein Hochgeschwindigkeitsnetz mit 50 MBit/s zu rund 63 Prozent verfügbar. Das ist eine gute Ausgangsbasis für den weiteren Ausbau“, sagte der Breitbandpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dirk Landau, bei der Debatte des Antrages der Koalitionsfraktionen zum Netzausbau in Hessen (Drs. 19/249). Hessen hatte erst im Februar das bereits bestehende, mit 200 Millionen Euro ausgestattete Breitbanddarlehens- und -Bürgschaftsprogramm um weitere 150 Millionen Euro aufgestockt: „Dies ist für den weiteren Ausbau des Hochgeschwindigkeitsbreitbandnetzes in Hessen ein wichtiger Impuls gewesen“, sagte Landau. Insgesamt sei die Versorgung mit NGA-Anschlüssen laut Breitbandatlas des Bundes von Mitte 2011 bis Ende 2013 in Hessen um fast 19 Prozentpunkte gestiegen. Mit einer Abdeckung von über 92 Prozent der Haushalte gelte nach Angaben der Landesregierung der Odenwaldkreis als bestversorgter Landkreis Deutschlands.
 
Als einen der jüngsten Erfolge der hessischen Ausbaustrategie bewertete Landau den Zusammenschluss von fünf nordhessischen Landkreisen (Kassel, Werra-Meißner, Hersfeld-Rotenburg, Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg), die gemeinsamen den Antrag auf Inanspruchnahme des Breitband-Darlehens- und -Bürgschaftsprogramms in einem Umfang von 143 Millionen Euro gestellt hätten. „Mit einer Fläche von 6.800 Quadratkilometern ist dieses Bündnis das größte zusammenhängende Ausbaugebiet. Nach Abschluss der Ausbauarbeiten werden rund 383.000 Haushalte und etwa 52.000 Gewerbebetriebe mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen versorgt sein. Daran wird deutlich: Die Netzstrategie des Landes bezieht ausdrücklich auch den ländlichen Raum in ihre Erwägungen mit ein.“ Diese Maßnahmen würden durch eine Novellierung der Hessischen Gemeindeordnung flankiert, durch welche den Kommunen die Mitwirkung am Ausbau der Breitbandversorgung erleichtert würde.
 
„Es wird weiterhin eine der wichtigsten Aufgaben des Landes bleiben, eine flächendeckende Versorgung mit leistungsstarken Breitbandzugängen anzustreben und umzusetzen. Angebote des Landes nutzend arbeiten alle hessischen Landkreise engagiert an entsprechenden Konzepten oder setzen ihre Vorhaben bereits um. Mit der Unterstützung und Förderung durch das Land wird bis spätestens 2018 eine flächendeckende Versorgung mit Hochgeschwindigkeitsbreitband verwirklicht sein“, so Landau.

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