„Die Versorgung des ländlichen Raumes mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen ist für uns der zentrale Orientierungswert für den Erfolg der hessischen Breitbandstrategie. Ihre Verbindung von privater Initiative, kommunalem Engagement und staatlicher Unterstützung hat nicht nur die Versorgung der Ballungsräume im Blick, sondern geht gerade auch in die Fläche. Das digitale Netz darf hier keine Lücken haben. Mit den jetzt laufenden Projekten erhalten rund 99,5 Prozent der Haushalte in Hessen eine Grundversorgung bzw. eine Grundversorgungsperspektive von 1 MBit/s. Bereits heute steht ein leistungsfähiges Hochgeschwindigkeitsnetz mit mindestens 50 MBit/s zwei von drei Haushalten zur Verfügung, bis Ende 2018 soll es flächendeckend sein. Das ist eine herausragende Leistung und beweist die Tragfähigkeit der Internet-Strategie der Landesregierung“, machte der Breitbandpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dirk Landau, anlässlich des 5. Hessischen Breitbandgipfels in Frankfurt deutlich. Insgesamt sei die Versorgung mit NGA-Anschlüssen laut Breitbandatlas des Bundes von Mitte 2011 bis Ende 2013 in Hessen um fast 19 Prozentpunkte gestiegen. Mit einer Abdeckung von über 92 Prozent der Haushalte gelte nach Angaben der Landesregierung der Odenwaldkreis als bestversorgter Landkreis Deutschlands.

„Die 2011 vorgestellte Strategie zum Aufbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen (NGA), die auf der Einbindung von kleinen und mittelständischen Unternehmen beruht, setzt den bisherigen Erfolgskurs fort. Hochgeschwindigkeitsnetze sind ein unverzichtbarer Infrastrukturbestandteil. Wir begrüßen es daher, dass das Land für den Ausbau dieser Netze ein groß angelegtes Bürgschafts- und Darlehensprogramm mit einem Volumen von inzwischen 350 Millionen Euro aufgelegt hat, um den Standort Hessen auch hier zukunftsfest zu machen“, so Landau.

Als einen der jüngsten Erfolge der hessischen Ausbaustrategie bewertete Landau den Zusammenschluss von fünf nordhessischen Landkreisen (Kassel, Werra-Meißner, Hersfeld-Rotenburg, Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg), die gemeinsam den Antrag auf Inanspruchnahme des Breitband-Darlehens- und -Bürgschaftsprogramms in einem Umfang von 143 Millionen Euro gestellt hätten. „Mit einer Fläche von 6.800 Quadratkilometern ist dieses Bündnis das größte zusammenhängende Ausbaugebiet. Nach Abschluss der Ausbauarbeiten werden rund 383.000 Haushalte und ca. 52.000 Gewerbebetriebe mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen versorgt sein. Daran wird deutlich: Die Netzstrategie des Landes bezieht ausdrücklich auch den ländlichen Raum in ihre Erwägungen mit ein.“ Diese Maßnahmen würden durch eine Novellierung der Hessischen Gemeindeordnung flankiert, durch welche den Kommunen die Mitwirkung am Ausbau der Breitbandversorgung erleichtert würde.

„Es wird weiterhin eine der wichtigsten Aufgaben des Landes bleiben, eine flächendeckende Versorgung mit leistungsstarken Breitbandzugängen anzustreben und umzusetzen. Angebote des Landes nutzend arbeiten alle hessischen Landkreise engagiert an entsprechenden Konzepten oder setzen ihre Vorhaben bereits um. Mit der Unterstützung und Förderung durch das Land wird bis spätestens 2018 eine flächendeckende Versorgung mit Hochgeschwindigkeitsbreitband verwirklicht sein“, so Landau.

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d.landau@ltg.hessen.de