"Ein Müllsystem muss für den Verbraucher einfach, komfortabel und nachvollziehbar sein. Wenn es darüber hinaus noch kostengünstig ist und eine hohe Verwertung der im Müll enthaltenen Wertstoffe ermöglicht, steht dem Erfolg nichts im Wege", sagte der abfallpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dirk Landau, anlässlich des Besuchs des CDU-Arbeitskreises für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz bei den Kasseler Stadtreinigern.

Die Abgeordneten machten sich dabei ein Bild über die ersten Ergebnisse eines Modellversuchs, jedem Haushalt nur noch zwei Tonnen - je eine für den "nassen" und eine für den "trockenen" Abfall - zur Verfügung zu stellen. Der Betriebsleiter Gerhard Halm unterstrich in seiner Präsentation einmal mehr, dass der Grüne Punkt zwar viel für die Verwertung geleistet habe, es nun aber an der Zeit sei, weiterzudenken und das bisher Erreichte fortzuentwickeln. Bereits heute trenne der Verbraucher den Müll intuitiv richtig, werfe also Plastikverpackungen in die Gelbe Tonne, auch wenn sie nicht den Grünen Punkt tragen. Mit dem neuen System ergäben sich daher nicht nur Erleichterungen bei der Müllentsorgung, sondern auch bei der späteren Trennung und Behandlung des Abfalls.
"Natürlich müssen wir noch weitere Ergebnisse des bis 2010 laufenden Versuches abgewartet werden. Da sich aber bislang keine größeren Hindernisse abzeichnen, steht einer grundsätzlichen Machbarkeit nichts im Wege", stellte Landau fest. Mit Blick auf den Zweckverband Abfallwirtschaft des Werra-Meißner-Kreises, in dem Landau Fraktionsvorsitzender in der Verbandsversammlung ist, müssten allerdings bei der Frage der Übertragbarkeit auf andere Regionen die örtlichen Gegebenheiten gesondert geprüft werden. Insbesondere sei dabei noch zu klären, wie sich die Kostensituation aufgrund neuer Verwertungswege ändere, auch unter Berücksichtigung künftiger Wertstofferlöse. Ebenso gelte es, die noch bestehenden Fehlwürfe weiter zu reduzieren. "Wenn sich diese Punkte zufriedenstellend lösen lassen, können von diesem Projekt wichtige Impulse für den Abfallbereich ausgehen", sagte Landau.

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