Mit einem gemeinsamen Antrag fordern CDU und GRÜNE das Unternehmen K+S auf, endlich ein genehmigungsfähiges Gesamtkonzept für die dauerhafte Entsorgung seiner salzhaltigen Abfälle vorzulegen. Der Antrag wurde heute im Umweltausschuss des Landtages verabschiedet.

„Wir erkennen an, dass das Unternehmen mit der Initiierung  des sogenannten 360-Millionenpaktes schon einiges zur Entlastung der Umwelt auf den Weg gebracht hat. Das allein reicht aber nicht. Nach dessen vollständiger Umsetzung im nächsten Jahr werden immer noch 7 Millionen m³ im Jahr an laugenhaltigen Abwässern zu entsorgen sein.  Sowohl Einleitung als auch Versenkung schaffen Probleme. Die versenkten Abwässer gelangen wieder an die Oberfläche und gefährden so langfristig das Grundwasser. Vorliegende Gutachten warnen daher ausdrücklich vor einer weiteren Versenkung von Abwässern. Aus diesem Grund endet die aktuelle Genehmigung für die Versenkung  im November 2015“, so die beiden nordhessischen Abgeordneten von CDU und GRÜNEN, Dirk Landau und Sigrid Erfurth.

Der jetzt vom Unternehmen geforderten fortgesetzten Versenkung erteilen beide eine klare Absage. „Die hydrogeologische Verunsicherung des Untergrundes durch weitere Versenkungsmengen ebenso wie die weitestgehende Auffüllung des Plattendolomits mit Kalilauge sind gute Gründe dagegen“, erklären Erfurth und Landau, „zudem droht Kalilauge durch sogenannte Störungszonen im Untergrundgrund in grundwasserführende Schichten aufzusteigen.“

„Statt über nicht genehmigungsfähige Entsorgungswege zu phantasieren, sollte sich das Unternehmen stärker anstrengen, durch weitere Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen feste und flüssige Abfälle vor Ort zu reduzieren“, fordern beide Abgeordnete.

Das Unternehmen ist gefordert, endlich ein klares Konzept für die künftige Entsorgung der Produktions- und Haldenabwässer vorzulegen, machen Landau und Erfurth unmissverständlich klar. Dazu gehört nach Auffassung der beiden Fraktionen von CDU und GRÜNEN auch, ein tragfähiges Entsorgungskonzept für die Haldenabwässer über die Betriebsphase des Kali-Bergbaus hinaus.

„Wir stehen zu den Empfehlungen des ‚Runden Tisches Gewässerschutz‘ und halten sie für eine gute Grundlage für die weitere Entsorgung der Abwässer. Ziel aller müsse es sein, möglichst schnell und dauerhaft zu einer Beendigung von Einleitung und Versenkung zum kommen – ohne das Unternehmen in seiner Existenz zu gefährden.“

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