„Wir nehmen die Ängste und Sorgen der Bewohner von Braunfels-Tiefenbach sehr ernst. Deshalb gehen wir sachlich mit ihnen um. Fakt ist: Zur Firma Woolrec gibt es keinen neuen Sachstand. Das Regierungspräsidium Gießen hat den Betrieb vor über einem Jahr richtigerweise geschlossen. Die Firma ist mittlerweile fast komplett abgebaut. In mittlerweile dutzenden unabhängigen Gutachten verschiedener Experten ist belegt, dass trotz des offensichtlich groß angelegten Betrugs dieser angeblichen Recycling-Firma keine Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung gegeben ist. Dennoch werden weiter an verschiedenen Stellen im Ort Proben entnommen, um Ängste abzubauen“, erklärte der Abfallpolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Dirk Landau, im Rahmen der heutigen Debatte um das Unternehmen Woolrec, das bis 2013 im westhessischen Braunfels-Tiefenbach Bauabfälle angeblich zu einem Produkt der Ziegelindustrie verarbeitet hatte. 2012 stellte sich heraus, dass das Unternehmen offensichtlich von der genehmigten Produktionsweise abgewichen war.

Nachdem sich herausstellte, dass es hierbei zu Verstößen gegen die Produktionsauflagen gekommen war, wurde vom zuständigen Regierungspräsidium 2013 die Schließung des Betriebs angeordnet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Inhaber und Betreiber des Industriestandortes.

„Nachdem Hinweise auf Verfehlungen im Unternehmen vorlagen, hat man entschlossen gehandelt und sorgt heute weiterhin dafür, alle negativen Auswirkungen, die möglicherweise mit dem Betrieb in Tiefenbach verbunden gewesen sein könnten, zu identifizieren und zu eliminieren“, so Landau. „Es gab wohl eine Recycling-Lüge des Unternehmens – das ist schlimm und wurde entsprechend abgestellt.

Der Rest ist Sache der Staatsanwälte. Es gab eine umfassende Aufklärung mit sehr hohem Aufwand, die zum Glück ergeben hat, dass gesundheitlich bedenkliche Grenzwerte nicht überschritten werden“, ergänzte Landau.

 

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