Anlässlich des morgigen Tages der Organspende am 6. Juni 2009 äußerte sich der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Ralf-Norbert Bartelt, besorgt zu den jüngsten Berichten über einen Rückgang der Organspendebereitschaft in Hessen. So hätten 2008 nur 53 Menschen in Hessen nach dem Tod ihre Organe zur Spende freigegeben. Damit liege Hessen bei den Organspenden bundesweit auf dem letzten Platz. "Wir müssen das Bewusstsein der Menschen weiter fördern, sich für einen Organspendeausweis zu entscheiden. Jede Organspende nach dem Tod rettet Menschenleben, und jeder kann selbst in eine Situation kommen, in der er betroffen ist", betonte Bartelt.

Bartelt lobte die "Initiative Organspende Hessen" der Landesregierung, mit der die Spendebereitschaft gefördert werden solle. ?Das Engagement muss aber konsequent weiter fortgesetzt und ausgebaut werden!", spricht sich Bartelt für eine Intensivierung der bisherigen Initiative aus. "Die Menschen müssen über das Thema Organspende besser informiert werden. Man muss hier insbesondere auf die strengen gesetzlichen Vorschriften und Verfahren zur Feststellung des Hirntodes hinwiesen, denen potenzielle Organspender unterliegen." Er sei sich sicher, so Bartelt weiter, dass die Bereitschaft der Menschen zur Organspende steige, wenn ausführlicher informiert und vorhandene Unsicherheiten beseitigt würden. Dazu müsse man weiter und verstärkt auf Transplantationsbeauftragte zurückgreifen, die in Krankenhäusern über die Chancen und Möglichkeiten der Transplantationsmedizin sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen aufklärten. In den Krankenhäusern werde dadurch die organisatorische Infrastruktur für den Fall einer Organspende verbessert. "Wir werden das Thema weiter verfolgen", versicherte der Gesundheitsexperte abschließend.
 

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