Mit Sorge blickt der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Ralf-Norbert Bartelt, auf die jüngsten Berichte über den starken Rückgang der Organspendebereitschaft in Hessen. 2008 hätten nur 53 Menschen in Hessen nach dem Tod ihre Organe zur Spende freigegeben. Damit liege Hessen bei den Organspenden bundesweit auf dem letzten Platz. "Wir müssen das Bewusstsein der Menschen weiter fördern, sich für einen Organspendeausweis zu entscheiden. Jede Organspende nach dem Tod rettet Menschenleben, und jeder kann selbst in eine Situation kommen in der er betroffen ist", betonte Bartelt.

Das Land habe bisher schon mit der "Initiative Organspende Hessen" die Spendebereitschaft gefördert. Dieses Engagement müsse, so Bartelt, konsequent weiter fortgesetzt und ausgebaut werden.
Bartelt spricht sich deswegen für eine Intensivierung der bisherigen Initiative zur Förderung der Spendenbereitschaft in Hessen aus. "Die Menschen müssen über das Thema Organspende besser informiert werden. Man muss hier insbesondere auf die strengen gesetzlichen Vorschriften und Verfahren zur Feststellung des Hirntodes hinwiesen, denen potenzielle Organspender unterliegen." Er sei sich sicher, so Bartelt weiter, dass die Bereitschaft der Menschen zur Organspende steige, wenn ausführlicher informiert und vorhandene Unsicherheiten beseitigt würden. Dazu müsse man weiter und verstärkt auf Transplantationsbeauftragte zurückgreifen, die in Krankenhäusern über die Chancen und Möglichkeiten der Transplantationsmedizin sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen aufklärten. In den Krankenhäusern werde dadurch die organisatorische Infrastruktur für den Fall einer Organspende verbessert. "Wir werden das Thema weiter verfolgen", versicherte der Gesundheitsexperte abschließend.
 

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