„Ein Aktionsbündnis, das Gentechnik in Lebensmitteln ablehnt, unter Gentechnik-‚Freiheit’ aber lediglich die Verabreichung gentechnikfreier Futtermittel über einen begrenzten Zeitraum versteht, täuscht die Verbraucher und verleugnet sich selbst“, sagte die agrarpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Elisabeth Apel, anlässlich des heutigen Auftritts des Aktionsbündnisses gegen Gentechnik auf der Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen in Baunatal.

 

Es stehe außer Frage, dass sich der
Verbraucher klar auf das verlassen können müsse, was ihm die Aufschrift eines
Produktes verspreche. Wenn ein solches als „gentechnikfrei" angepriesen werde,
müsse der Kunde davon ausgehen können, dass zu dessen Herstellung keine
Gentechnik - in welcher Form auch immer – eingesetzt wurde. „Nur dann ist dem
Grundsatz der Transparenz Rechnung getragen“, erläuterte Apel. Hierzu reiche es
allerdings bei weitem nicht aus, wenn der Landwirt seine Fütterung zeitweise auf
gentechnikfreie Futtermittel umstelle. „Im Zuge der Weiterverarbeitung ist der
Einsatz von Zusatzstoffen, Enzymen und Hilfsstoffen, die unter Zuhilfenahme von
Gentechnik hergestellt wurden, damit noch lange nicht unterbunden“, klärte die
Agrarpolitikerin auf. In diesen Fällen wäre allenfalls der Hinweis auf die
Verwendung gentechnikfreier Futtermittel statthaft, keinesfalls aber die
Deklaration „gentechnikfrei“.

 

Dem Aktionsbündnis stünde es gut zu
Gesicht, die gentechnikfreie Produktlinie im Rahmen der Qualitätsmarke „Geprüfte
Qualität – Hessen“ aktiv und offensiv zu unterstützen, nicht zuletzt auch, um
dem eigenen Anspruch gerecht zu werden. „Über diese Auszeichnung ist
gewährleistet, dass bei Herstellung des Produktes durchgängig auf Gentechnik
verzichtet wird. Leider ist von Seiten der im Aktionsbündnis organisierten
Aktivisten in dieser Richtung nichts zu erkennen“, so Apel
abschließend.

 

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag