"Eine Zustimmung der oppositionellen Fraktionen zum Projekt Stiftungsuniversität Frankfurt wäre problemlos möglich gewesen, wenn SPD, FDP und Grüne dies nur gewollt hätten. Am heutigen Tag hat die Opposition jedoch ihr wahres Gesicht gezeigt", sagte Eva Kühne-Hörmann, hochschulpolitische Sprecherin der hessischen CDU-Landtagsfraktion. Die Hochschulpolitikerin reagierte damit auf das "Nein" von Sozialdemokraten, Liberalen und Grünen anlässlich der Dritten Lesung zur Novellierung des Hochschulgesetzes, die unter anderem die Regelungen betreffend die Stiftungsuniversität Frankfurt enthält.

Die Opposition habe mit ihrem Abstimmungsverhalten "die Parteitaktik klar vor Sachinteressen" gestellt. Kühne-Hörmann verwies in diesem Zusammenhang auf den Appell des Präsidiums der Universität Frankfurt an sämtliche im Landtag vertretenen Parteien. In diesem Appell werde explizit auf die Möglichkeit hingewiesen, den die Stiftungsuniversität betreffenden Teil abzukoppeln und getrennt zur Abstimmung zu stellen. "Das heutige Abstimmungsverhalten der Opposition bedarf vor diesem Hintergrund keiner weiteren Kommentierung. Die Opposition spricht zwar von Konsens, sucht allerdings die Konfrontation und schafft damit letztlich nur Konfusion."
Die Landesregierung unter Roland Koch sowie die CDU-Fraktion stünden "ohne Wenn und Aber" zur Stiftungsuniversität. "Wir wollen, dass dieses Projekt ein großer Erfolg wird", bekräftigte Kühne-Hörmann abschließend.

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