Die hochschulpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Eva Kühne-Hörmann, hat in der heutigen Sitzung des Wissenschaftsausschusses betont, dass die vorgesehene Bildung geisteswissenschaftlicher Zentren an den hessischen Universitäten Marburg, Gießen und Frankfurt ein sinnvoller Weg ist, kleinere geisteswissenschaftliche Fächer – so genannte „Orchideenfächer“ – in Hessen zu sichern und zu stärken.

Diesen Vorschlag hatte Wissenschaftsminister Corts den Präsidenten der genannten Universitäten gemacht. Die Universitäten werden bis zum 15. Juli 2005 ihre Stellungnahmen dazu abgeben. Der Vorschlag sieht vor, in Frankfurt die Ostasienwissenschaften, in Marburg die Orientwissenschaften und in Gießen die Osteuropawissenschaften zu konzentrieren.

Die Attraktivität der kleineren geisteswissenschaftlichen Fächer wird dadurch gestärkt. Das Land zahlt 5 Jahre lang 150.000 € im Jahr als Anschubfinanzierung an jedes Zentrum. „Durch diese Schwerpunktbildung wird die interdisziplinäre Zusammenarbeit gestärkt und dadurch können wir auch mehr Studenten erwarten. Denn es hat wenig Sinn, mehrere Studiengänge gleichen Inhalts parallel an verschiedenen Orten anzubieten, an denen jeweils nur sehr wenige Studenten eingeschrieben sind", sagte Kühne Hörmann. „Die Zentrenbildung wird landesweit die Profile der hessischen Universitäten deutlich sichtbarer werden lassen.“
„Die CDU begrüßt deshalb das Konzept grundsätzlich; über Details ist sicherlich noch zu reden. Ich bin gespannt auf die Rückmeldungen der Universitäten“, so Kühne-Hörmann nachdem die Präsidenten dem Vorschlag bereits grundsätzlich zugestimmt haben.
 

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