Die hochschulpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Eva Kühne-Hörmann, hielt den heutigen Äußerungen der Grünen entgegen, dass die Einführung von Studienbeiträgen verantwortungsbewusst sei. „Grausam wäre es, die Hochschulen voll laufen und Lehre und Forschung und damit die Studierenden leiden zu lassen“.

„Die Grünen haben sich mit ihren heutigen Äußerungen wieder einmal selbst disqualifiziert. Sie präsentieren eine Ansammlung von Ausnahmefällen und möchten glauben machen, das sei die Regel“, so Kühne-Hörmann. Das sei ein unseriöser Versuch, den Normalfall und den eigentlichen Sachverhalt zu verzerren.

Kühne-Hörmann kritisierte, dass Abiturienten durch derartige Äußerungen der Grünen zu Unrecht völlig unnötig verunsichert würden: „Es bleibt dabei: Jeder junge Mensch kann unabhängig von seinen sozialen bzw. finanziellen Voraussetzungen studieren. Die Sozialverträglichkeit wird durch ein ausgereiftes Darlehensmodell sichergestellt sein. Erst dann, wenn man im Berufsleben gutes Geld verdient, ist das Darlehen in moderaten monatlichen Raten zu tilgen.“ Das gelte für den Großteil der Studierenden, die der „Normalfall“ seien, nämlich die Personengruppe, die nach der Qualifikation zum Hochschulstudium dieses im Alter von ca. zwanzig Jahren aufnähmen. 
Kühne-Hörmann betonte zudem, dass die von den Grünen genannten Beispiele längst bekannt und auch in der CDU-Fraktion diskutiert worden seien und in einigen der Fälle Änderungsbedarf durchaus gesehen und auch öffentlich kommuniziert wurde. „Wir haben immer gesagt, dass es noch Änderungen und Verbesserungen geben wird. Ob bei Personen, die schon einmal für eine Ausbildung gezahlt haben, den Doktoranden oder den Masterstudiengängen. Es gehört zum Standardwissen des Parlamentarismus, dass kein Gesetz am Ende so verabschiedet wird, wie es ursprünglich eingebracht wurde. Es ist noch nichts in Stein gemeißelt. Andernfalls wäre doch das gesamte Gesetzgebungsverfahren hinfällig und damit überflüssig", so die Hochschulexpertin. „Frau Sorge gibt am heutigen Tage einzig und allein zu erkennen, dass sie in der Frage, wie die Verfahrensabläufe für das Zustandekommen eines Gesetzes organisiert sind, noch ganz erheblichen Nachholbedarf hat. Die Grünen kennen offensichtlich das Einmalseins der Parlamentsarbeit nicht“. Die CDU-Politikerin betonte: „Wir diskutieren nicht mehr über das ‚Ob', aber im Parlamentarischen Verfahren ja gerade das ‚Wie"“.
Kühne-Hörmann unterstrich zudem die Notwendigkeit einer intensiven Beratung: „Schnellschüsse, die zu kurz gedacht sind, bringen uns nicht weiter. Bestes Beispiel, wie man politisches Vertrauen verspielt, ist die angekündigte Landeskinder-Regelung in Rheinland-Pfalz. Hierzu hat der Immobilienverband Deutschland West erst gestern erklärt, dass im Falle einer Umsetzung dieser unausgegorenen Idee die Mieten in Mainz für kleinere Wohnungen in die Höhe schnellen werden. Unmittelbar Benachteiligte sind dort die Studierenden selbst.“

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