Der CDU-Sprecher für die Förderschulen im Landtag, Günter Schork, hält das Vorgehen der Grünen im und mit dem Petitionsausschuss für "beschämend". "Herr Dr. Jürgens, der als Berichterstatter erst den Ausschuss nicht über alle Details der von ihm betreuten Petition informiert hat, zieht einen vertraulichen Fall wiederholt in die Öffentlichkeit und missbraucht dabei die Entscheidung des Petitionsausschusses.“ Dieser hatte sich zum Wohle des Kindes gegen eine Beschulung an einer Regelschule ausgesprochen. "Für solche Wahlkampfspielchen sollten sich sogar die Grünen zu schade sein"

"Auch in der Sache arbeiten die Grünen immer wieder mit falschen Behauptungen und Tatsachenverdrehungen. Wahr ist: Der gemeinsame Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern hat in Hessen zugenommen. Habe es 1999/2000 insgesamt 1.318 Klassen mit gemeinsamem Unterricht gegeben, seien es 2005/2006 1.774 gewesen", so Schork. Die Grünen sollten auch zur Kenntnis nehmen, dass die Landesregierung über 100 sonderpädagogische Förder- und Beratungszentren geschaffen habe. In diesem und in den beiden kommenden Jahren ständen dafür 105 zusätzliche Lehrerstellen zur präventiven Arbeit gerade bei verhaltensauffälligen Schülern zur Verfügung. "Deshalb ist Jürgens Behauptung, das Kultusministerium habe gelogen, weil es entgegen dem Bedarf keine ausreichende Förderung bereitstelle, so falsch wie unverschämt."
"Es ist unser klares Ziel, dass zunehmend mehr Schüler mit erhöhtem Förderbedarf an allgemeinen Schulen verbleiben und daran arbeiten wir erfolgreich: Allerdings bleibt es so, dass manche Kinder auf einer Förderschule am besten gefördert werden können. Wer wie Herr Jürgens von einem 'Ausgrenzen' der Kinder durch Förderschulen spricht, der redet zynisch und beleidigt die wertvolle Arbeit der Förderschulpädagogen. Für uns sind die individuelle Förderung und das Wohl des Kindes maßgebend und stehen im Mittelpunkt unserer Anstrengungen, nicht ideologische Blockaden, wie die der Grünen", betonte der Schulpolitiker.

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