„Jochen Nagel muss als GEW-Vorsitzender in Hessen zurücktreten. Mit seiner Kandidatur für den Bundestag auf dem Ticket der Linkspartei ist er an der Spitze der Lehrergewerkschaft nicht mehr tragbar. Durch die heutige Bekanntgabe werden auch die Motive für die zahlreichen Angriffe Nagels gegen die CDU-geführte Landesregierung und die tatsächlichen Absichten des GEW-Vorsitzenden offensichtlich“, kommentierte der Bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Günter Schork die heutige Bekanntgabe der Bundestagskandidatur des hessischen GEW-Vorsitzenden für die Linkspartei. 

„Nur durch seine ideologische Ausrichtung und seine parteipolitischen Ambitionen lassen sich die gegen die breite Mehrheit der hessischen Schulgemeinschaft gerichteten Reden und Taten Nagels erklären. So hat der GEW-Vorsitzende in einem Interview mit dem Darmstädter Echo vom 14. August 2012 das Elternwahlrecht attackiert, indem er Eltern das Recht zur Mitbestimmung bei der Entscheidung der Gymnasien über G8 und G9 rundweg absprach („Aus unserer Sicht kann die Entscheidung aber nicht den Eltern überlassen werden“). Auch den von einer breiten Mehrheit der hessischen Eltern, Schüler und Lehrer geäußerten Wunsch nach einer Aufrechterhaltung des differenzierten Schulsystems hat er stets torpediert. Nagel steht für eine Politik, die Gymnasien und Förderschulen abschaffen und durch eine Zwangseinheitsschule ersetzen will. Die Kandidatur für die Linkspartei ist da nur eine logische Konsequenz. An der Spitze der Lehrergewerkschaft hat er aber nichts mehr zu suchen“, so Schork.
 

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