„Mit ihrem beharrlichen Festhalten an der Abschaffung der Gymnasien und dem Sitzenbleiben zugunsten einer sozialistischen Einheitsschule wandelt der am weitesten links außen stehende SPD-Landesverband Deutschlands noch immer auf den Pfaden eines Bildungssystems, das in organisatorischer Hinsicht auf erschreckende Weise dem DDR-Schulsystem mit den polytechnischen Oberschulen gleicht“, kommentiert der Bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Günter Schork, die heutigen Aussagen der Bildungspolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Heike Habermann, auf hr-online.

„Unter Rückgriff auf die Asservatenkammer der sozialistischen Reformversuche Ludwig von Friedeburgs in den 1970er-Jahren sollen nach den Vorstellungen von Frau Habermann und der SPD nicht nur die Haupt- und Realschulen, sondern auch die Förderschulen und die Gymnasien eliminiert und durch eine Zwangseinheitsschule ersetzt werden. Das bewährte gegliederte Schulwesen mit schulformbezogenen Lehrplänen, Stundentafeln und Abschlüssen, die Wahlfreiheit der Eltern, schulformbezogene Lehrerausbildung, das Referendariat und das Staatsexamen, die Querversetzung, das Sitzenbleiben und das Landesabitur – alles soll nach Auffassung der SPD der Horrorvision einer sozialistischen Gleichmacherei zum Opfer fallen. Mit ihren heutigen Äußerungen macht Frau Habermann somit noch einmal unmissverständlich deutlich, dass die SPD trotz massiven Gegenwindes aus den Reihen von Eltern, Schülern und Lehrern auch weiterhin an dem von Schäfer-Gümbel wörtlich propagierten ‚Systemwechsel‘ festhalten und Hessen dadurch in einen Schulkampf führen will. Die von ihr verniedlichend als ‚Gemeinschaftsschulen‘ bezeichneten Einheitsschulen sollen dabei auf Kosten der anderen Schulformen mit zusätzlichen Lehrerstellen und Ressourcen ausgestattet und die Gymnasien systematisch ausgeblutet werden. Mit einer solchen systematischen Nivellierung des bewährten mehrgliedrigen und leistungsorientierten Bildungssystems würde die SPD ein qualitativ hochwertiges Schulwesen zerstören, das Deutschland die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit in der EU beschert hat und seit Jahrzehnten als Garant für eine gute Bildung der jungen Menschen in unserem Land steht“, so Schork.

„Ebenso wie ihre Genossin in Niedersachsen möchte Frau Habermann ausdrücklich auch das Sitzenbleiben abschaffen – gegen den Willen einer überwältigenden Mehrheit von 85 Prozent der in einer Forsa-Umfrage jüngst befragten Schülerinnen und Schüler. Damit stellt sie einmal mehr unter Beweis, dass Bildungspolitik bei der SPD lediglich als ideologisches Instrument zum Mittel der Gesellschaftsveränderung missbraucht wird, aber den Anliegen der Betroffenen nach einer guten Ausbildung, die sie auf den Beruf und den Lebensalltag vorbereitet, auch nicht annähernd gerecht zu werden sucht. Im Gegensatz zur SPD wollen die betroffenen Schülerinnen und Schüler eben gerade nicht, dass ihnen zu ihrem eigenen Nachteil eine Traumwelt vorgegaukelt wird, bei der sie sich zu Recht fragen müssten, warum sie angesichts einer Versetzungsgarantie für leistungsschwächere Schülern morgens überhaupt noch aufstehen und zur Schule gehen sollten. Im Gegensatz zur SPD wollen die betroffenen Schülerinnen und Schüler nicht, dass das Schulzeugnis zu einem Blankoscheck ohne jede Aussagekraft herabgewürdigt wird. Im Gegensatz zur SPD wollen die betroffenen Schülerinnen und Schüler nicht, dass in Hessen eine Politik der Herabwürdigung von Fleiß und der Bestrafung von Anerkennung und Engagement eingeführt wird. Der im Zeichen von Gleichmacherei und Nivellierung postulierten Leistungsfeindlichkeit der SPD stellen wir als CDU-Fraktion daher auch in Zukunft ein begabungs- und leistungsorientiertes Bildungssystem gegenüber, das Schülerinnen und Schüler nicht nur entsprechend ihren individuellen Talenten und Fähigkeiten zu mündigen und reifen Persönlichkeiten ausbildet, sondern ihnen auch das nötige Rüstzeug vermittelt, um die späteren Herausforderungen in Beruf und Alltag erfolgreich bewältigen zu können“, schließt Schork seine Stellungnahme.

 

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