„Das Wohl des einzelnen Kindes steht an erster Stelle unserer Bildungspolitik. Die Landesregierung setzt daher auf eine der Vielfalt der Kinder entsprechende Vielfalt der Beschulungsformen. So werden auf der einen Seite alleine im laufenden Schuljahr mit rund 1.680 Lehrerstellen so viele Lehrer wie noch nie zuvor für den inklusiven Unterricht zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus achtet Hessen auch auf die erforderlichen qualitativen Voraussetzungen für den inklusiven Unterricht. Dies unterscheidet uns von SPD-geführten Bundesländern wie Schleswig-Holstein und Bremen, deren hohe Inklusionsquoten lediglich auf dem Rücken der betroffenen Kinder erkauft werden, weil man den Schulen nahezu keine zusätzlichen Ressourcen für die Inklusion zur Verfügung stellt. In Hessen haben wir dagegen beschlossen, die durch die sogenannte demographische Rendite freiwerdenden Mittel im Bildungssystem zu belassen und so beispielsweise den inklusiven Unterricht weiter auszubauen“, reagierte der Bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Hans-Jürgen Irmer, auf die Bertelsmann-Studie Inklusion.

 
„Hessen verfügt zudem über ein weithin anerkanntes Förderschulsystem, das unterschiedlichsten Formen von Behinderungen und Beeinträchtigungen aufgrund der hochspezialisierten Betreuung durch qualifizierte Förderschullehrkräfte in einem den besonderen Bedürfnissen der Kinder angemessenen Umfeld am besten gerecht werden kann. Auch die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen fordert in diesem Sinne ausdrücklich ‚individuell angepasste Unterstützungsmaßnahmen in einem Umfeld, das die bestmögliche schulische und soziale Entwicklung gestattet‘. Diesem Anspruch wollen wir in Hessen gerecht werden und richten unsere Bildungspolitik deshalb am Wohl des einzelnen Kindes aus. Wenn ein Kind beispielsweise mit hohem Aggressionspotential oder schwersten Formen von Verhaltensauffälligkeiten, emotional-sozialen Defiziten oder Intelligenzminderung in eine Regelschulklasse gezwängt wird, findet eine Benachteiligung in zweierlei Hinsicht statt: So werden die betroffenen Kinder durch die Vielzahl der erforderlichen Betreuer vor den Augen ihrer Klassenkameraden exkludiert, während die anderen Kinder der Klasse wiederum hinnehmen müssen, dass sich der Unterricht eines ganzen Lehrerteams zwangsläufig auf ein Kind richtet, das im Extremfall aufgrund einer Verhaltensstörung den gesamten Unterricht zum Erliegen bringt. Insofern setzen wir auch weiterhin auf die bewährten Förderschulen und den inklusiven Unterricht“, so Irmer.
 
 
 
 

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Ansprechpartner

Hans-Jürgen Irmer

Vorsitzender des Unterausschusses für Heimatvertriebene

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hj.irmer@ltg.hessen.de