Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Hans-Jürgen Irmer, empfiehlt hessischen Schülerinnen und Schülern im Laufe ihrer Schulzeit den Besuch einer DDR-Gedenkstätte. "Wir müssen uns konsequent für die historische Aufklärung unserer Kinder und Jugendlichen einsetzen und daran erinnern, dass der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung Deutschlands ohne die mutigen Menschen, die in der DDR über Jahre und Jahrzehnte für Freiheit, Bürgerrechte und Demokratie gekämpft haben, nicht möglich gewesen wäre. Der heutige Trend zur Verklärung des sozialistischen Regimes ist unerträglich", sagte Irmer.

Vor dem Hintergrund der Feierlichkeiten zur deutschen Einheit am vergangenen 3. Oktober setzt sich die CDU-Fraktion zum wiederholten Male für eine kritische und umfassende Aufarbeitung des DDR-Unrechtsstaates ein. "Die politischen Verbrechen der Staatssicherheit sowie der Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze gegen sogenannte Staatsfeinde waren zutiefst menschenverachtend und grausam", führte der CDU-Bildungsexperte aus. Deshalb solle es allen Kindern und Jugendlichen ermöglicht werden, sich in Gedenkstätten über die Grundwerte von Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu informieren und sozialistisches Unrechtsbewusstsein als Geschichtsverklärung zu enttarnen. "Die Linken, als Rechtsnachfolger der SED, fordere ich auf, endlich ihre eigene Geschichte aufzuarbeiten, den Verbleib ihres Milliardenvermögens aufzuklären und sich bei den Opfern ihrer marxistischen Diktatur zu entschuldigen", so der CDU-Politiker.
"Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass diese Lernorte gemeinsam mit den Schulen dem bedenklichen Trend zur Verklärung des DDR-Unrechtsregimes entgegenarbeiten können und die Erinnerung an die Schicksale der Mauertoten und der politisch Verfolgten durch das SED-Regime, aber auch an Widerstand und Opposition wach halten können", erklärte Irmer.

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