"So bedauerlich die Panne beim Landesabitur in der vergangenen Woche im Fach Mathematik war und ist: wo gearbeitet wird, passieren leider Fehler. Wichtig ist, dass unbürokratisch gehandelt worden ist und dass Vorkehrungen getroffen werden, damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt", erklärte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Hans-Jürgen Irmer, heute in der Aktuellen Stunde im Landtag.

Der CDU-Politiker begrüßte, dass sich die Kultusministerin "umgehend" dazu entschlossen habe, den betroffenen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit einer freiwilligen Wiederholung der Prüfung anzubieten.

"Dies entspricht ausdrücklich unserem Wunsch", so Irmer. Keinem Schüler dürfe letztlich ein Nachteil entstehen; gewertet würde das bessere der beiden Ergebnisse. Als Datum für die angebotene neue Klausur sei der allgemeine Nachschreibetermin am 30. April vorgesehen.
Irmer warnte zugleich eindringlich davor, das Landesabitur grundsätzlich in Frage zu stellen und die "zweifellos bedauerliche Panne" für parteipolitische Zwecke zu instrumentalisieren. Dies gelte insbesondere für die hessische SPD, die "der Zeit wieder einmal nachzuhinken drohe". "Das Landesabitur sichert Verlässlichkeit und Qualität der Gymnasialausbildung. In gleicher Weise waren schon vor der Einführung des Landesabiturs die landesweiten Haupt- und Realschulprüfungen erfolgreich." Mit landeseinheitlichen Maßstäben könnten Schüler heute besser ihre Leistung, vor allem im Vergleich mit Gleichaltrigen und in Vorbereitung auf Ausbildung und Studium, nachvollziehen. Die CDU stehe daher weiterhin zum Landesabitur als zentralem Instrument der Qualitätsverbesserung, so Irmer abschließend.

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