"Die gesunde Ernährung von Kindern in Kindertagesstätten und Schulen ist uns grundsätzlich ein hohes Anliegen. Schon jetzt stellt das Land Hessen im Härtefonds "Mittagessenversorgung" jährlich rund 5 Millionen Euro bereit, um bedürftigen Kindern ein Schulmittagessen zu ermöglichen", sagte der schulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Hans-Jürgen Irmer, in der heutigen Aktuellen Stunde.
Allerdings müsse man feststellen, dass die Fürsorge des Staates das erzieherische Engagement der Eltern keineswegs ersetzen könne. "Früher war es eine Selbstverständlichkeit, dass Kinder ein vernünftiges Pausenbrot eingepackt bekamen. Wenn nunmehr Forderungen nach dem Eingreifen des Staates zur gesunden Ernährung der Kinder aufkommen, dann muss an den Punkten angesetzt werden, die zu dieser Entwicklung geführt haben. In erster Linie sind es die Eltern, die für ihre Kinder verantwortlich sind. Erst dann sind es die Erzieherinnen, die Lehrer, die Politiker und andere", führte der CDU-Landtagsabgeordnete aus.

Aus diesem Grund sei es nur "konsequent und zielführend", die Erziehungsfähigkeit der Eltern durch Aufklärung über richtige, gesunde und ausgewogene Ernährung zu stärken. Ergänzend ist die Ernährungsbildung in die Informations- und Bildungsangebote von Kindergärten und Schulen zu integrieren. Beispiele hierfür seien der "Ernährungsführerschein" oder die vom Landfrauenverband mit Unterstützung des Landes angebotene "Werkstatt Ernährung". "Mit diesem Ansatz wird die Freiheit und die Verantwortung der Eltern nicht eingeschränkt und gleichzeitig unnötige EU-Bürokratie vermieden. Die geforderten Berichts-, Kontroll- und Dokumentationspflichten für die EU-Mittel sind unerträglich", argumentierte Irmer.

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