„Die heutige Regierungserklärung von Kultusminister Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz zeugt von einer überaus beeindruckenden Leistungsbilanz, die die neue Regierungskoalition bereits nach wenigen Monaten vorzuweisen hat. Mit großer Dynamik und Entschlossenheit haben CDU und GRÜNE die Vorhaben des Koalitionsvertrages angepackt und eine Vielzahl richtungsweisender Entscheidungen zugunsten der hessischen Schulgemeinden auf den Weg gebracht“, sagte der Bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Hans-Jürgen Irmer, anlässlich der Regierungserklärung des Kultusministers.

„Die Entscheidungsfreiheit zwischen G8 und G9 wurde auch für die Schülerinnen und Schüler der laufenden Jahrgänge ermöglicht und damit nicht nur das gesamte rechtliche Spektrum der Möglichkeiten ausgereizt, sondern auch eine langfristige und tragfähige Lösung umgesetzt. Mit der Bekanntgabe der ersten sechs Modellregionen für den Pakt für den Nachmittag und die Zusicherung einer zusätzlichen Lehrerstellenzuweisung von rund 145 Stellen zum Schuljahr 2015/16 hat die Landesregierung aktiv und konsequent das größte Ganztagsprogramm in der Geschichte des Landes initiiert, um allen Grundschuleltern, die dies für ihre Kinder ausdrücklich wünschen, ein freiwilliges Bildungs- und Betreuungsangebot bis 17.00 Uhr zu ermöglichen“, so Irmer. Der CDU-Bildungspolitiker nannte auch das Programm der SchuB-Klassen (Lernen und Arbeiten in Schule und Betrieb), welches von der Regierungskoalition die erwünschte Planungssicherheit erhalten habe und für das eine dauerhafte Fortsetzung vereinbart worden sei. „Ungeachtet der erfolgreichen Anstrengungen der Landesregierung zur Konsolidierung der Landesfinanzen und der Einhaltung der Schuldenbremse stellen wir mit der Fortführung der 105-prozentigen Lehrerversorgung im Landesdurchschnitt nachdrücklich unter Beweis, dass der Bereich der Bildung als zentrales Zukunftsthema einen Schwerpunkt der Investitionen in der Koalition von CDU und GRÜNEN bildet. Zu Beginn des Schuljahres 2014/15 eröffnen sich allen Schülerinnen und Schüler an den hessischen Schulen folglich optimale Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Schuljahr und für eindrucksvolle Bildungsbiographien und Zukunftsperspektiven“, erklärte Irmer.

„Die Leistungsfähigkeit unseres vielfältigen Schulsystems lässt sich dabei auf vielfältige Weise belegen. So zeugen nicht zuletzt die mit weitem Abstand niedrigste Jugendarbeitslosigkeit in Europa und das im Rahmen des differenzierten Schulwesens entwickelte Erfolgsmodell der dualen Ausbildung von den überdurchschnittlich verheißungsvollen Zukunftschancen für junge Menschen unterschiedlichster Begabung und Veranlagung. Die ausgezeichneten Karriereperspektiven der bestens ausgebildeten jungen Menschen im Berufsalltag sind dabei auch ein schlagendes Argument für die hohe soziale Durchlässigkeit unseres Bildungssystems, denn Bildungschancen definieren sich nicht durch Abiturientenquoten und formale Abschlüsse auf dem Papier, sondern durch praktische Qualifikationen für den täglichen Broterwerb“, so Irmer.

„Das Bessere ist jedoch der Feind des Guten und deshalb werden CDU und GRÜNEN den eingeschlagenen Erfolgskurs auch weiter energisch fortsetzen. So wird in Kürze eine umfassende Reform der Schulverwaltung erfolgen, die eine moderne, leistungsfähige und effiziente Verwaltung als Dienstleister für die Schulen etablieren wird. Mit der Einführung des Praxissemesters in die Lehrerbildung und verbesserten Mechanismen zur Eignungsfeststellung angehender Lehrer werden wir zudem an der entscheidenden Stelle für bessere Unterrichtsqualität und Lernbedingungen ansetzen, um unseren Kindern eine noch bessere schulische Ausbildung zu ermöglichen“, sagte Irmer.

„Der kürzlich einberufene Bildungsgipfel der Landesregierung eröffnet überdies eine historische Gelegenheit zu einem parteiübergreifenden Schulfrieden für Hessen, wie er von den Schulgemeinden seit vielen Jahrzehnten eingefordert wird. Ein bundesweit einzigartiges Novum ist zudem die Vereinbarung von CDU und GRÜNEN, die gesamten aus dem Schülerrückgang frei werdenden Lehrerstellen vollständig im Bildungssystem zu belassen, um dadurch gezielte Fördermaßnahmen und Strukturverbesserungen auf den Weg zu bringen.

Auch unter diesem Gesichtspunkt stellt Hessen im bundesdeutschen Ländervergleich eine positive Ausnahmeerscheinung dar“, so Irmer.

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Ansprechpartner

Hans-Jürgen Irmer

Vorsitzender des Unterausschusses für Heimatvertriebene

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