Als weiteren Beleg dafür, dass der Bildungsberater der SPD, Rainer Domisch, von der hessischen Schullandschaft "offenbar keinerlei fundierte Kenntnis" habe, hat der bildungspolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Hans-Jürgen Irmer, Domischs Schulbesuche bezeichnet. Domisch, der seit 30 Jahren in Finnland lebt, habe ja bereits bei seiner Vorstellung mehrfach betont habe, dass er sich "in Hessen nicht so auskennt". Daher sei es zwar zu begrüßen, dass er nun den Weg in hessische Schulen gefunden habe. Seine dabei offen zu Tage getretene "völlige Unkenntnis" der hessischen Schullandschaft sei allerdings "kein guter Auftritt" gewesen und lasse darauf schließen, dass die Spitzenkandidatin der hessischen SPD ihn "inhaltlich im Regen" stehen und "im Stich" lasse.

Domisch hatte bei einem Schulbesuch einräumen müssen, noch nie zuvor von der 'Unterrichtsgarantie Plus - Verlässliche Schule' gehört zu haben. Mittels dieser hat die CDU-Landesregierung sichergestellt, dass der von rot-grüne hinterlassene Stundenausfall von 100.000 Stunden Woche für Woche, gestoppt wurde. Hinzu kommt, dass durch den Einsatz externer Vertretungskräfte nahezu kein Kind mehr zu früh nach Hause geschickt wird." Damit sei Hessen bundesweit Vorreiter und Vorbild für andere Länder.
"Allein Geschichten aus Finnland zu erzählen reicht nicht", sagte Irmer. "Von einem Berater mit Ambitionen auf ein Ministeramt erwarten wir schon substantiellere Aussagen." Irmer fragte: "Wie kann Herr Domisch behaupten, finnische Verhältnisse ließen sich auf Hessen übertragen, wenn er die Situation in Hessen überhaupt nicht kennt?" Das sei wohl auch die Folge "einer höchst schlampigen Vorbereitung von Herrn Domisch durch die hessische SPD." "Offenbar verweigert die schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Heike Habermann, Domisch die Unterstützung, weil er ihr von Frau Ypsilanti vor die Nase gesetzt wurde. Die SPD lässt ihren Kandidaten im Stich."

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