Als "wichtigen Baustein für die weitere Steigerung der Schulqualität" bezeichnete der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Hans-Jürgen Irmer, das Instrument der Schulinspektionen heute in Wiesbaden. Schulinspektionen seien eine "großartige Chance für die Schulen", zum einen auf eventuelle Schwächen hinzuweisen, zum anderen aber auch Stärken besonders herauszuarbeiten. "Transparenz ist ausdrücklich gewünscht. Es soll nichts unter den Teppich gekehrt werden. Nur auf diese Weise ist letztlich eine Profilbildung der Schulen möglich", erläuterte der CDU-Politiker. Wichtig sei in diesem Zusammenhang auch für den jeweiligen Schulträger, wie es um die Ausstattung der Schulen bestellt sei.

Bei zahlreichen Gesprächen mit den Schulen und Schulleitungen habe sich herausgestellt, dass dieses Instrument vor Ort als "Bereicherung" empfunden werde, so Irmer. Die professionelle Durchführung in angenehmer Atmosphäre werde gewürdigt. "Der Kulturpolitische Arbeitskreis der CDU-Landtagsfraktion hat im Rahmen seiner regelmäßigen Schulbesuche durchweg positive Reaktionen erfahren", stellte Irmer fest.
Der Bildungsexperte erinnerte daran, dass in den vergangenen Jahren in Hessen erstmals ein umfassendes System schulischer Qualitätsentwicklung geschaffen wurde. Dazu gehörte unter anderem die Einrichtung des Instituts für Qualitätsentwicklung (IQ), die Implementierung der KMK-Bildungsstandards sowie die Einführung von Evaluationsverfahren wie Vergleichsarbeiten, Landesprüfungen und des sogenannten "Schul-TÜVs". Die Eigenverantwortung der Schulen sei kein Selbstzweck, sondern solle das Erzielen vorgegebener Qualitätsziele erleichtern, betonte der Schulexperte. "In diesem Sinne verstehen sich auch die Beratungsangebote des von uns eingerichteten Schul-TÜVs. Auch mit den Schulträgern steht das Land in ständigem Kontakt, um die gesetzlichen Vorgaben und Rahmenbedingungen zu gewährleisten" sagte Irmer. Dies habe inzwischen auch die Opposition verstanden, die den Start der Schulinspektion 2005 kritisiert hatte.
Der CDU-Politiker betonte, dass für die CDU die Steigerung der Qualität der hessischen Schulen ganz oben auf der Agenda stehe. So hätten CDU und FDP in der Koalitionsvereinbarung beispielsweise festgelegt, dass in dieser Legislaturperiode darüber hinaus 2.500 zusätzliche Stellen für die Schulen geschaffen werden, 1.000 davon schon zum kommenden Schuljahr.

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