Als Fortsetzung des "Täuschungsversuchs, bei dem bei einer Klassenarbeit das Heft eingezogen würde" hat der bildungspolitische Sprecher, Hans-Jürgen Irmer, die Aussagen von Rainer Domisch und der SPD-Landesvorsitzenden Ypsilanti bezeichnet. "Sowohl Domisch als auch Ypsilanti wollen die Zwangseinheitsschule und versuchen zu vertuschen, dass sie die Gymnasien ausbluten lassen und zerschlagen wollen", so Irmer. Der Bildungsexperte stellte klar, dass „egal, was die SPD den Menschen vorgaukeln" wolle, die Eltern dann nicht mehr die Wahl hätten, auf welche Schule sie ihr Kind schicken. Damit reagierte der CDU-Politiker auf den Bildungskongress der SPD und die Ernennung Domischs zum Bildungsberater der SPD.

Herr Domisch habe in einer Rede auf dem GEW-Kongress in Berlin klar und deutlich hinterlegt: "Ausgangspunkt ist und bleibt die einheitliche Gemeinschaftsschule der Klassenstufen 1-9 für alle Schüler". Gymnasien, Haupt- und Realschulen würden in einer Einheitsschule aufgehen, in der Kinder und Jugendliche vom Schuleintritt bis Klasse 10 gemeinsam unterrichtet würden, habe auch die SPD-Vorsitzende in der Frankfurter Rundschau vom 13. Januar 2007 wissen lassen. "Uneins" seien sich Domisch und Ypsilanti in der Frage, ob die Kinder bis zur neunten oder zehnten Klasse "gemeinsam eingesperrt" werden sollten, stellte Irmer heraus.
Ein weiterer Beleg für die "wahren Absichten der hessischen SPD" sei die Aussage von der bildungspolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion, Heike Habermann, auf dem Kongress am Samstag: "Der beste Name für unsere Schule wäre eigentlich Gesamtschule […] Gesamtschule ist nicht in Konkurrenz zu anderen Schulformen, sondern ist die Schulform, die andere ersetzen muss". Ganz offensichtlich sei Frau Habermann aus den eigenen SPD-Reihen "ein Stück weit ehrlicher, als derjenige, der ihr vor die Nase gesetzt wurde", mutmaßte der CDU-Politiker.
Domisch selbst habe eingeräumt, erläuterte Irmer, dass „das wirkliche Ziel der SPD offenbar verschleiert werden muss". Domisch auf dem Bildungskongress: Man dürfe diese Einheitsschule "nicht Gesamtschule nennen, da dies auf Widerstand stößt". "Offenbar weiß auch Herr Domisch ganz genau, dass die Menschen in Hessen die Zwangseinheitsschule nicht wollen. Wir werden der SPD nicht durchgehen lassen, dass sie versucht, die hessischen Eltern, Schüler und Lehrer darüber täuschen zu wollen, was sie in Wahrheit vorhaben. Denn Frau Ypsilanti sagt, dass sie nur den Schulen zusätzliches Geld geben will, die sich auf den Weg zur SPD-Einheitsschule machen. Das bedeutet in der Realität, dass nur die Einheitsschulen gefördert und alle anderen Schulformen zerschlagen werden sollen!"

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