„Mit der Einbeziehung der laufenden Jahrgänge in die Wahlfreiheit für Gymnasien und Kooperative Gesamtschulen setzt die Hessische Landesregierung zügig ein erstes deutliches Ausrufezeichen hinter die bildungspolitischen Absichten zur Stärkung der Wahlfreiheit im Rahmen eines vielfältigen Schulsystems. Die unmittelbar bevorstehende Änderung des Hessischen Schulgesetzes ermöglicht dabei eine Lösung für die betroffenen Schüler und Eltern, die auf pragmatischem und undogmatischem Weg den rechtlichen Anforderungen an einen umfassenden Bestandsschutz für G8-Schüler, aber auch der gebotenen Unabhängigkeit der Entscheidungsfindung im Klassenverband gleichermaßen gerecht wird“, sagte der Bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Hans-Jürgen Irmer, zur Einbeziehung der laufenden Jahrgänge in die gymnasiale Wahlfreiheit.

 „Als Folge der Grundsatzentscheidung von Ministerpräsident Volker Bouffier zur selbständigen Wahl der Schulgemeinden über die bevorzugte Gymnasialdauer ist bereits die Wahlfreiheit der Eltern im Rahmen einer bundesweit einzigartigen Schulvielfalt ermöglicht worden. Unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten, Lernbedürfnisse und Leistungsanforderungen spiegeln sich dabei auch in den Wahlmöglichkeiten der Schulgemeinden über G8, G9 oder ein paralleles Angebot von G8 oder G9 im Rahmen des bestehenden Schulversuchs wider. Durch die rasche Umsetzung des Koalitionsvertrages wird den Schulgemeinden bereits zum kommenden Schuljahr 2014/15 überdies die Möglichkeit eingeräumt, auch die 5. und 6. Jahrgangsstufen in die Rückkehr zu G9 einzubeziehen. Die von den Gerichten mehrfach bekräftigte Pflicht zur Wahrung des Vertrauensschutzes für G8-Schüler ist dabei ebenfalls zu berücksichtigen. Als Voraussetzung für eine Rückkehr laufender Jahrgänge hat die Regierungskoalition daher vereinbart, dass im Rahmen einer anonymisierten Elternbefragung ein einstimmiges Votum des Klassenverbandes für G9 erzielt oder ausreichend Stimmen für G8 verzeichnet werden müssen, um mindestens eine G8-Klasse fortführen zu können. Die Landesregierung hat somit eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie die bildungspolitischen Herausforderungen ohne Zeitverzug und mit einer hohen Bereitschaft zu Flexibilität und Pragmatismus zu bewältigen vermag“, so Irmer. 
 
 

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