Zur öffentlichen Anhörung des Kulturpolitischen Ausschusses zum Hessischen Schulgesetz und zum Hessischen Lehrerbildungsgesetz erklärten der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Hans-Jürgen Irmer und der schulpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Mario Döweling: "Die Anhörung hat gezeigt, dass sich die Hessische Schullandschaft durch die Änderung der beiden Gesetze weiter verbessert." Darüber hinaus haben die Koalitionsfraktionen von CDU und FDP die Vorschläge der Experten aufgenommen und werden einen Änderungsantrag zum Gesetzentwurf zur Änderung des Hessischen Lehrerbildungsgesetzes vorlegen. Neben der berufsbegleitenden Qualifizierung für Seiteneinsteiger in das Lehramt sind in dem nun vorgelegten Gesetzentwurf zum Hessischen Lehrerbildungsgesetz auch Regelungen zur weiteren Differenzierung der Notentabelle für das erste und zweite Staatsexamen enthalten. In der Notentabelle zur Ermittlung der Abschlussnoten im ersten und zweiten Staatsexamen der Lehrerausbildung waren Anpassungen im Sinne der Studentinnen und Studenten notwendig geworden.

"Die Einführung einer überarbeiteten Notentabelle zur Ermittlung der Abschlussnote für das erste und zweite Staatsexamen hat zum Ziel, den betroffenen Absolventinnen und Absolventen zu garantieren, dass ihre erbrachten Leistungen auch im neuen Hessischen Lehrerbildungsgesetz entsprechend gewürdigt werden. Wir sorgen dafür, dass eine sehr gute Leistung auch mit der Ziffernnote 1,0 bewertet wird", so Irmer und Döweling. Die erneute Änderung sollstellt darüber hinaus sicherstellen, dass Absolventen, die vor in Kraft treten des Gesetzes ihre Prüfung ablegen, keine Nachteile bei der Bewertung ihrer Prüfungsleistung davon tragen.
Der Gesetzesentwurf zum Hessischen Schulgesetz soll den Schulen mit verkürztem gymnasialem Bildungsgang die Möglichkeit eröffnen, in eigener Verantwortung Entscheidungen über die Grundsätze des Wahlunterrichts sowie die Verteilung des Unterrichts im Rahmen der Kontingent-Stundentafeln auf die einzelnen Jahrgangsstufen und Unterrichtsfächer unter Einbeziehung der Entscheidungsgremien der Schulen zu treffen. Dies wurde im Rahmen der G8-Reform in der Verordnung zum verkürzten gymnasialen Bildungsgang bereits festgeschrieben, eine entsprechende Verankerung im Hessischen Schulgesetz war längst überfällig. "Gleichzeitig werden die Voraussetzungen für eine Neugründung von schulformübergreifenden  Gesamtschulen verändert, um deren Leistungsfähigkeit und die Qualität des Unterrichtsangebots sicherzustellen. Die nun in das Schulgesetz aufgenommene 'Dreizügigkeit' anstelle der zuvor verankerten 'Zweizügigkeit' wird dem Anspruch an Schwerpunktbildung und stärkerer pädagogischer Differenzierung besser gerecht", so Irmer und Döweling abschließend.

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