"Die Schüler und Schulen in Hessen profitieren von den deutlichen Verbesserungen im Bildungsbereich im Vergleich zu den rot-grünen Zeiten vor 1999", sagte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Hans-Jürgen Irmer, am Donnerstag im Landtag. "Sie erhalten heute garantiert mehr und besseren Unterricht. Schon ein Grundschüler hat heute nach vier Jahren fast ein Jahr mehr Unterricht erhalten als früher." Ermöglicht werde dies unter anderem durch 4.300 zusätzliche Lehrer- und 2.100 zusätzliche Referendarstellen seit 1999. Die CDU-geführte Landesregierung habe insgesamt drei Milliarden Euro zusätzlich in die Schulen investiert. "Rot-Grün hatte nicht nur eine für Hessen einmalige Bildungskatastrophe zu verantworten, sondern ist auch bis heute eine Gefahr für Bildungsqualität und Schulvielfalt." Die CDU werde deshalb die "rot-grüne Zwangseinheitsschule" und das "von SPD und Grünen geplante Ausbluten der Gymnasien, Real- und Hauptschulen" verhindern.

Irmer erinnerte auch daran, dass alle Bundesländer bis auf eines mittlerweile die Verkürzung der Schulzeit zum Abitur von 13 auf 12 Jahre (G 8) beschlossen hätten. „G 8 verbessert die Chancen unserer Abiturienten, weil sie damit bundesweit auf Augenhöhe mit Schülern anderer Länder sind." Auch international seien 12 Schuljahre bis zum Abitur die Regel, so auch in Finnland. Dies verschweige allerdings Hessens SPD-Chefin Ypsilanti, die G 8 einfach abschaffen wolle, obwohl ihr SPD-Berater Domisch aus Finnland das finnische Schulsystem übernehmen wolle. Irmer begrüßte die Ankündigung von Kultusministerin Wolff, die Lehrpläne für das G 8 zu entschlacken und den Unterrichtsstoff im Interesse der Schüler und ihrer Eltern besser zu verteilen.
Der CDU-Landtagsabgeordnete Mark Weinmeister ist im Rahmen der Debatte Aussagen der SPD entgegengetreten, sie wolle keine "Zwangseinheitsschule", sondern eine "freiwillige" Veränderung der Schullandschaft. Damit würden nur Nebelkerzen gezündet, denn die Sozialdemokraten hätten bereits beschlossen (www.wissenwollen.de), dass sie eine Schulstruktur anstrebten, in der alle weiterführenden Schulen eine gemeinsame Beschulung bis zur Klasse 10 für alle anbieten müssen. Darüber hinaus wolle die SPD die Einrichtung von Schuleinzugsbezirken in der Sekundarstufe I. "Damit ist klar, dass die SPD eine Umwandlung aller Schulen will. Die Wahlfreiheit bleibt auf der Strecke und der Zwang wird Einzug halten", so Weinmeister abschließend.

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