• Musikschulförderung steigt um 650.000 Euro
  • Sanierungsoffensive HERKULES für unser kulturelles Erbe startet mit 2 Millionen Euro
  • Kunst- und Kulturland Hessen wird mit insgesamt 260 Millionen Euro gestärkt

In Wiesbaden wurden heute die Eckdaten für den Kunst- und Kulturhaushalt des Landes für das kommende Jahr vorgestellt. Die Landesregierung wird im kommenden Jahr für diesen Bereich rund 260 Millionen Euro bereitstellen, hinzu kommen aus dem Hochbauetat etwa 19 Millionen Euro. Für die Jahre 2020 bis 2023 stehen für den Haushalt Kunst und Kultur insgesamt 43 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung, das sind jährlich rund zehn Millionen Euro. Der zuständige Sprecher der CDU-Fraktion, Andreas Hofmeister, erklärte dazu:

„Die heute vorgestellten Haushaltseckpunkte sind eine gute Botschaft für Kunst und Kultur in Hessen. Es ist ein Land mit einzigartigen kulturellen Traditionen, bedeutenden kunst- und kulturhistorischen Schätzen und einer lebendigen kulturellen Szene. Dazu gehört ein breites und vielfältiges kulturelles Erbe. Wir setzen uns daher seit Jahren nicht nur für den Erhalt für künftige Generationen ein, sondern wollen dieses Erbe auch breiter bekanntmachen.

Die Förderung der Musikschulen in Hessen ist uns besonders wichtig. Sie tragen unermüdlich dazu bei, Menschen zu besonderen, bereichernden Erfahrungen im Umgang mit Musik zu befähigen und sie ihnen zugänglich zu machen. Die Arbeit der öffentlichen Musikschulen ist unverzichtbarer Bestandteil der kulturellen Bildung in unserem Land. Zwischen 2013 und 2017 haben wir daher mit dem damaligen Kunstminister Boris Rhein die Mittel um über 40 Prozent gesteigert. Eines unserer Wahlziele 2018 war, hier auch in Zukunft ein deutliches Plus zur Verfügung zu stellen. Daher freut es uns besonders, dass sie ab 2020 rund 650.000 Euro jährlich mehr erhalten werden. Wenn nun die Kommunen mitziehen, können wir das Angebot an den Musikschulen nicht nur sichern, sondern ausbauen.

Ein weiteres wichtiges Anliegen war, mit einem neuen Kulturbauprogramm HERKULES eine Sanierungsoffensive für unsere Schlösser, Burgen und Gärten zu starten. Mit dem Haushalt 2020 starten wir diese Kulturbauoffensive mit zunächst 2,3 Millionen Euro und wollen ab 2021 jährlich 10 Millionen Euro bereitstellen. Das ist ein enormer Beitrag dazu, unsere historischen Liegenschaften im ganzen Land für künftige Generationen zu sichern. Zudem werden für notwendige größere Sanierungsmaßnahmen der drei Hessischen Staatstheater in den Jahren 2020 bis 2024 Mittel in Höhe von 78 Millionen Euro mobilisiert.

Mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von fast 700.000 Euro werden wir im kommenden Jahr die Kulturelle Bildung und Vermittlung in Museen, Schlössern und Gärten und im Denkmalschutz stärken. In diesem Zusammenhang muss auch die beispielhafte Arbeit des Hessischen Museumsverbandes genannt werden, der zentraler Ansprechpartner der staatlichen, kommunalen und privaten Museen in Hessen ist. Er erhält zusätzliche 175.000 Euro.

Auch unter dem Gesichtspunkt „Kultur in ländlichen Räumen“ fließen dem Landestheater Marburg rund 350.000 Euro mehr pro Jahr zu, die Stadt wird ihrerseits einen entsprechenden Beitrag leisten. Weitere Mittel von 500.000 Euro fließen in die soziokulturellen Zentren und Initiative, die gerade auch in der Fläche zu einem vielfältigen kulturellen Angebot einen Beitrag leisten.

Mit diesen vielfältigen Initiativen und mit erheblichen Mitteln leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Stärkung und zu einem breiten Angebot kultureller Erfahrungen im ganzen Kulturland Hessen.“

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Ansprechpartner

Andreas Hofmeister

Vorsitzender Unterausschuss für Heimatvertriebene,
Sprecher im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst

+49 6431 92074
a.hofmeister@ltg.hessen.de