Als "konsequente Umsetzung des Koalitionsvertrages" bezeichnete der innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Holger Bellino, den vorgelegten Gesetzentwurf von CDU und FDP zur Änderung des Hessischen Feiertags- und Ladenöffnungsgesetzes. "Videotheken und Bibliotheken können an Sonn- und Feiertagen ab 13:00 Uhr geöffnet werden. Zum Schutz hoher christlicher Feiertage wie Karfreitag, Volkstrauertag, Totensonntag, 1. Weihnachtsfeiertag, Ostersonntag und Pfingstsonntag darf eine Öffnung der genannten Einrichtungen an diesen Tagen nicht erfolgen. An diesen so genannten "stillen Feiertagen" soll die Feiertagsruhe so weit wie möglich geschützt werden, um dem religiösen und kulturellen Bedürfnis nach besonderer Ruhe Rechnung zu tragen. Auch der Hauptgottesdienst, der üblicherweise vormittags stattfindet, wird hierdurch nicht gestört. Weiterhin konnten wir zum Schutz der Feiertagsruhe am Karfreitag die Ladenöffnungszeiten am Gründonnerstag auf 20:00 Uhr beschränken. Damit wird der besonderen religiösen Bedeutung des Gründonnerstags, insbesondere des Abends vor und der Nacht zum Karfreitag, Rechnung getragen" erläuterte Bellino.

Mit der Öffnung an Sonn- und Feiertagen solle dem Wandel in der gesellschaftlichen Anschauung und  den Ansprüchen an den Erholungscharakter der Sonn- und Feiertage Rechnung getragen werden. Der Karfreitag einschließlich des vorhergehenden Abends am Gründonnerstag  sei ein Feiertag von herausgehobener religiöser und kultureller Bedeutung. Eine Schließung der Geschäfte am Karfreitag ab 0:00 Uhr sei nicht ausreichend, um der Bedeutung dieses Feiertages gerecht zu werden. Mit der Beschränkung der Ladenöffnungszeiten am Gründonnerstag auf 20:00 Uhr entsprechen CDU und FDP dem besonderen Bedürfnis nach Schutz der Feiertagsruhe in der Karwoche, so Bellino.

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