„Mit der von Kultusminister Lorz vor wenigen Tagen angekündigten Fortführung der Initiative Lernen und Arbeiten in Schule und Betrieb (SchuB) hat die Landesregierung einmal mehr ein beeindruckendes Zeugnis ihres unvermindert hohen Verantwortungsbewusstseins für optimale Zukunftschancen gerade auch abschlussgefährdeter Schülerinnen und Schüler in Hessen abgelegt. In der zurückliegenden Förderperiode 2007 bis 2013 konnten jährlich rund 2.300 Schülerinnen und Schüler in der 8. und 9. Jahrgangsstufe das zweijährige Programm aus schulischem Unterricht und betrieblicher Praxis durchlaufen. In rund 90 Prozent aller Fälle wurde den jungen Menschen dadurch erfolgreich der Weg zu einem Abschluss ermöglicht; mehr als ein Drittel von ihnen hat bereits während der laufenden Maßnahme eine verbindliche Zusage für einen Ausbildungsplatz erhalten“, kommentierte der Sprecher für Berufliche Bildung der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Hugo Klein, den heutigen Setzpunkt seiner Fraktion.

„Für die aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanzierte Initiative standen dabei rund 4,2 Millionen Euro zur Verfügung. Ungeachtet der im kommenden Jahr bevorstehenden Mittelkürzungen aus dem Europäischen Sozialfonds wird das Ministerium aus eigenen Mitteln des HKM-Etats sicherstellen, dass die notwendigen Ressourcen zur Aufrechterhaltung des Umfangs von gegenwärtig 64 Standorten in Hauptschulgängen und 32 Standorten an Förderschulen unvermindert bereitstehen. Um eine lückenlose Fortsetzung der Initiative und einen geordneten Übergang zwischen den beiden Förderperioden zu gewährleisten, werden zudem im Schuljahr 2014/15 in den 8. Klassen entsprechende Lerngruppen mit erhöhtem Praxisbezug eingerichtet, die sowohl die niedrigeren Klassenhöchstgrenzen als auch die erhöhten Lehrerstellenzuweisung beinhalten. Das höchst erfolgreiche Konzept der SchuB-Initiative ist und bleibt somit ein allseits anerkanntes Aushängeschild der Landesregierung in ihrem Engagement zur Reduzierung der Schülerinnen und Schüler ohne Abschluss und damit auch zur Verringerung der Jugendarbeitslosigkeit“, so Klein.

„Die im Schuljahr 2004/05 erstmals eingerichteten Projektklassen führen bildungsmüde und leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler durch sozialpädagogische Begleitung und eine Kombination aus drei Tagen Unterricht und zwei betrieblichen Praxistagen pro Woche zurück auf die Erfolgsspur und vermitteln ihnen im Idealfall neben Selbstbewusstsein und der Motivation zu Leistungsbereitschaft und Verantwortung auch die erforderliche Ausbildungsreife und eine berufliche und persönliche Lebensperspektive.  Dank der erfolgreichen Arbeit der Initiative konnte die Zahl der Schülerinnen und Schüler ohne Hauptschulabschluss - bezogen auf alle Schulentlassenen aus allgemeinbildenden Schulen - in Hessen in den zurückliegenden zehn Jahren um rund zwei Drittel auf 2,6 Prozent gesenkt werden“, stellte Klein fest.

„Auch an der fortwährenden Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit hat das SchuB-Projekt aufgrund der hohen Vermittlungsquote junger Menschen in ein Ausbildungsverhältnis einen nicht unbeträchtlichen Anteil. Die beeindruckende Erfolgsbilanz der SchuB-Klassen ist darüber hinaus allerdings auch ein schlagender Beweis für die Zukunftsfähigkeit und den Chancenreichtum der in der öffentlichen Wahrnehmung bisweilen unnötig klein geredeten Hauptschule und der segensreichen Errungenschaft der dualen Ausbildung. Nicht zuletzt die besonders förderbedürftigen Schülerinnen und Schüler der SchuB-Klassen profitieren dabei nachhaltig von den ausgezeichneten Berufs- und Karriereperspektiven für Fachkräfte mit einem erfolgreichen Hauptschulabschluss und einer soliden beruflichen Ausbildung“, so Klein.

 

 

 

 

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