Nach dem Bericht des Hessischen Justizministers im Unterausschuss Justizvollzug sei klar, "dass der Justizminister schnell und entschlossen auf die Ursachen für die Entweichung des algerischen Abschiebehäftlings reagiert hat", so der Justizvollzugsexperte der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Hugo Klein. "Hessens Justizvollzugsanstalten sind trotz dieses seltenen Ereignisses sicher wie nie zuvor", stellte der CDU-Politiker fest. Daher tauge der aktuelle Fall nicht zu einer politischen Bühne, auf der die Oppositionsfraktionen nun ihr Empörungsschauspiel aufzuführen versuchten. Staatsminister Hahn habe umgehend über den Vorfall informiert und transparent über die bereits bekannten Hintergründe aufgeklärt. Wo Versäumnisse bei der Überwachung der Gefangenen oder Verbesserungsmöglichkeiten bei der Ausführung der Sicherungsanlagen während der weiteren Untersuchungen erkennbar geworden seien, würden die erforderlichen Konsequenzen gezogen.

Angesichts des hohen persönlichen Risikos für Leib und Leben, dass der Gefangene bei seiner Flucht eingegangen sei, und der vermutlich erlittenen Verletzungen, würde sich jeder Gefangene sicher gut überlegen, einen ähnlichen Fluchtversuch zu unternehmen, erklärte Klein abschließend.

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