"Der Verbraucherschutz in Hessen ist gut aufgestellt und mit allen notwendigen Mitteln für seine Arbeit ausgestattet. Hessen ist im Kampf gegen Lebensmittel-Imitate an der Spitze. Unser System der Drohung mit Nennung im Wiederholungsfall funktioniert: Bislang konnte kein Wiederholungsfall festgestellt werden", sagte die Sprecherin für Verbraucherschutz der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Judith Lannert, in Wiesbaden.

Obwohl von Lebensmittel-Imitaten keine unmittelbare Gesundheitsgefährdung ausgehe, sei es dennoch "nicht hinnehmbar", dass der Verbraucher durch falsche oder unvollständige Angaben "in die Irre geführt" werde. "Anhand einer klaren Kennzeichnung muss der Verbraucher erkennen können, was er kauft", so Lannert. Es dürften durch die Kennzeichnung keine Erwartungen geweckt werden, die von den tatsächlichen Produkteigenschaften nicht erfüllt werden können. "Täuschungen mit mangelhaften Angaben sind kein Kavaliersdelikt und gerade bei Lebensmitteln auf das Schärfste zu verurteilen", ergänzte Lannert.
Da über ein Drittel der bundesweiten Betriebskontrollen in diesem Jahr in Hessen stattfinden, ist die Kontrolldichte in Hessen deutlich höher als in den übrigen Bundesländern. "Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass das Land Hessen dem Verbraucherschutz gerade in diesem sensiblen Bereich hohe Aufmerksamkeit schenkt",  betonte die Verbraucherschutzpolitikerin.
In sofern sei die von Seiten der Grünen geäußerte Kritik an der hessischen Lebensmittelüberwachung ungerechtfertigt: "Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass Kontrollen nur stichprobenartig je nach akutem Verdacht oder Risiko erfolgen können. Forderungen nach Aufstockung der Lebensmittelkontrolleure mögen populär sein, bei realistischer Betrachtung ist die flächendeckende Überwachung jedoch Utopie. Anstatt den Musterschüler in die Ecke zu stellen, sollte man besser in den Ländern schauen, in denen noch Nachhilfe nötig ist", so Lannert.

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