• Soldatinnen und Soldaten leisten unverzichtbaren Beitrag zur Landesverteidigung und Friedenssicherung in der Welt
  • Einbindung von Jugendoffizieren der Bundeswehr in Unterricht ist eine sinnvolle Möglichkeit zur Ergänzung thematisch passender und von Lehrkräften gestalteter Unterrichtseinheiten
  • Kritische Auseinandersetzung mit Informationen und eigenständige Meinungsbildung ist Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrags von Schulen an Schülerinnen und Schüler
  • Internationale Beziehungen, internationale Bündnisverpflichtungen und internationale Sicherheitspolitik sind stark angefragte Themen

Anlässlich der heutigen Plenardebatte zum Thema „Jugendoffiziere der Bundeswehr an Schulen“ erklärte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Armin Schwarz:

„Unsere Soldatinnen und Soldaten leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Landesverteidigung und Friedenssicherung in der Welt. Als Parlamentsarmee ist die Bundeswehr in besonderer Weise demokratisch legitimiert und dient dem Schutz der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Die Soldatinnen und Soldaten nehmen Aufgaben wahr, die dem Schutz aller Bürgerinnen und Bürger Deutschlands dienen. Deutschland und die Bundeswehr sind Teil internationaler Bündnisse, die die Bundesrepublik fest in der internationalen Staaten- und westlichen Wertegemeinschaft verankern und damit helfen, Freiheit und Demokratie in Deutschland und der Welt zu sichern.

Der Jugendoffizier an Schulen ist mit seinem Informationsangebot im weitesten Sinne in der politischen Bildung tätig. Laut dem 2018 erschienenen Jahresbericht der Jugendoffiziere der Bundeswehr über die Arbeit der Jugendoffiziere wurden speziell die sicherheitspolitischen Themen, die die größte mediale Aufmerksamkeit erfuhren, angefragt. Dazu gehörten der Internationale Terrorismus, die Bürgerkriege in Syrien und im Irak mit internationaler Beteiligung sowie die Auswirkungen der Präsidentschaft Donald Trumps etwa auf die NATO und die internationalen Beziehungen.

Im Hessischen Schulgesetz ist verankert, dass die Schule die dem Bildungs- und Erziehungsauftrag entsprechenden Kenntnisse, Fähigkeiten und Werthaltungen vermitteln soll. Schülerinnen und Schüler sollen lernen, sich kritisch Informationen zu bedienen, sich eine eigenständige Meinung zu bilden und sich mit den Auffassungen Anderer unvoreingenommen auseinander setzen zu können. Jugendoffiziere der Bundeswehr bringen entsprechend einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Hessischen Kultusministerium und der Bundeswehr Schülerinnen und Schülern Fragen der Sicherheitspolitik und damit verbundene Aufgaben der Bundeswehr näher. Sie zeigen, dass neben der Landes- und Bündnisverteidigung im Rahmen der NATO und der EU beispielsweise auch humanitäre Not- und Katastrophenhilfe ein wichtiges Aufgabengebiet der Bundeswehr darstellt. So sollen sie dazu befähigen und motivieren, sich an Erörterungen und kontroversen Diskussionen über Möglichkeiten der Friedenssicherung aktiv zu beteiligen.

Wer Jugendoffiziere der Bundeswehr oder Akteure aus der Friedens- und Konfliktforschung von vornherein aus Schulen ausschließen möchte, unterschlägt Schülerinnen und Schülern bewusst Informationen und versucht sie damit in ihrem Meinungsbildungsprozess einzuschränken oder gar zu bevormunden. Die Einbindung von Jugendoffizieren der Bundeswehr sowie von Akteuren aus der Friedens- und Konfliktforschung in den Unterricht halten wir für eine sinnvolle Möglichkeit zur Ergänzung thematisch passender und von den Lehrkräften gestalteten Unterrichtseinheiten. Wir danken den Soldatinnen und Soldaten und Jugendoffizieren der Bundeswehr für ihr Engagement in unseren Schulen. Ebenso gilt unser Dank den Soldatinnen und Soldaten für ihren Einsatz im Rahmen der internationalen Staaten- und westlichen Wertegemeinschaft für die Sicherung von Freiheit und Demokratie in Deutschland und der Welt.“

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Ansprechpartner

Armin Schwarz

Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Sprecher im Kulturpolitischen Ausschuss

+49 5631 503330
a.schwarz@ltg.hessen.de