"Für uns ist die Vollanbindung des Darmstädter Hauptbahnhofs immer noch die beste Variante", erklärten die Darmstädter Landtagsabgeordneten Karin Wolff (CDU), Leif Blum (FDP) und Rafael Reißer (CDU) am Rande der heutigen Plenarsitzung in Wiesbaden. Den Plänen der Deutschen Bahn AG, bezüglich eines geplanten Fernbahnhofs Darmstadt West, stehe man skeptisch gegenüber.

Die Vorschläge der Bahn überzeugten nicht. Es blieben noch sehr viele Fragen offen. "Gerade die wichtigsten Punkte wie die Verkehrs- und Finanzierungsproblematik sind noch überhaupt nicht geklärt", so die drei Darmstädter Abgeordneten.

Zudem drohe dem für viele Millionen Euro neu aus- und umgebauten Darmstädter Hauptbahnhof ein großer Bedeutungs- und Attraktivitätsverlust. Bereits jetzt stünden viele Geschäfte auf dem neu errichteten Querbahnstein leer. Die Abgeordneten betonten, dass die Bahn auch mit der geplanten Westtrasse kein schlüssiges Konzept für durchfahrende Züge, insbesondere Güterzüge, vorzuweisen habe. Die meisten Züge könnten oder dürften die Hochgeschwindigkeitsstrecke nicht nutzen.
 

Die Landtagsabgeordneten erklärten, dass das Thema in den nächsten Wochen Gegenstand eines Gesprächs mit Wirtschafts- und Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) sein werde. Sie erinnerten daran, dass die Vollanbindung auch im Regionalplan Südhessen verankert sei und eine Anbindung der Landkreise Odenwald und Bergstraße nur über den Hauptbahnhof möglich sei. Im Gespräch müsse auch die rechtliche Bedeutung der "Fußnote" im Bundesverkehrsplan geklärt werden. "Wir brauchen ein stimmiges und finanzierbares Konzept, das den Menschen und der Stadt Darmstadt gerecht wird", betonten die Abgeordneten.
 

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