In der heutigen Plenardebatte hat sich der CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Dietz für eine Prüfung der Einspeisung von Biogas in das öffentliche Gasnetz ausgesprochen: „Dadurch kann eine bestehende Infrastruktur zum Transport zum Verbraucher genutzt und eine energieeffiziente Nutzung sichergestellt werden.“

Dietz erläuterte, dass das in Biogasanlagen anfallende Biogas derzeit überwiegend zur Stromerzeugung in Blockheizkraftwerken genutzt werde. „Aufgrund der ortsfernen Lage dieser Biogasanlagen kann die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme häufig nicht effizient genutzt werden, da es an geeigneten Abnehmern fehlt. Über die Einspeisung in ein bestehendes Gasnetz kann das Biogas als Energieträger jedoch kostengünstig und weitgehend verlustfrei zum Verbraucher gelangen. Dies verbessert die Anlagenrentabilität entscheidend und verhilft der Biogaserzeugung zum Durchbruch“, ist sich Dietz sicher.

Er räumte ein, dass es hierzu einer definierten Gasqualität in Verbindung mit kosteneffizienten Methoden zur Gasreinigung bedürfe. „Die Hessische Landesregierung verfolgt mit ihrem Pilotprojekt im Landwirtschaftszentrum Eichhof genau das richtige Ziel. Dort werde die Herstellung eines Mischgases, dessen Verteilung in einem bestehenden Gasnetz sowie die Verwendung in praxisüblichen Verbrauchern untersucht.
„Hiervon kann ein erheblicher Schub ausgehen, um den Anteil erneuerbarer Energien an der Energieerzeugung in Hessen bis zum Jahr 2015 auf 15 % zu steigern. Dies gewährleistet Versorgungssicherheit, bringt den Klimaschutz voran, dient der Schaffung eigenständiger Wirtschaftskreisläufe und hilft damit, Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu schaffen und zu sichern", fasste Dietz zusammen.

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