Der Ausschuss für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz führte heute eine mündliche Anhörung zu unterschiedlichen Themen des Tierschutzes durch. Schwerpunkte lagen auf der Verbesserung der Situation hessischer Tierheime und Möglichkeiten zur Minimierung von Tierversuchen.

Der tierschutzpolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Klaus Dietz, erklärte hierzu: "Die Anhörung hat erneut deutlich gemacht, dass allen Fraktionen im Landtag, aber auch den Kommunen und Wirtschaftsvertretern der Tierschutz ein wichtiges Anliegen ist. Diesen guten Willen auch richtig und in Kooperation und Gemeinsamkeit umzusetzen, ist und bleibt unser Ziel. Die heutige Anhörung hat zum einen bestätigt, dass in Hessen zum Glück schon ein hohes Tierschutzniveau herrscht und dass sich viele unterschiedliche Interessen sehr aktiv dafür einsetzen. Zum anderen ist auch deutlich geworden, wo es Ansatzpunkte zur weiteren Verbesserung gibt."

Zur Minimierung der Tierversuche bestehe insbesondere bei der Umsetzung der EU-Richtlinie "REACH" und bei der Validierung von Alternativmethoden noch Verbesserungsbedarf. Dietz dazu: "Hier muss auf europäischer Ebene dafür gesorgt werden, dass Tierversuche soweit wie möglich vermieden und reduziert werden. Dafür werden wir uns auch in Zukunft intensiv einsetzen." 
Bei der Unterstützung der Tierheime müsse eine gemeinsame Lösung mit den beteiligten Kommunen angestrebt werden. "Unser Schwerpunkt muss darin liegen, den Zustrom an ausgesetzten und abgegebenen Tieren in die Tierheime zu verringern. Dafür gibt es gute Ansätze, die wir gemeinsam mit den Kommunen umsetzen wollen. Bei der Finanzausstattung muss man auf die Verantwortung aller Kommunen hinweisen - viele sind hier sehr engagiert und vorbildlich, aber leider beteiligen sich nicht alle angemessen. Auch diese müssen wir ins Boot holen", erläuterte Dietz.
Abschließend dankte der Politiker der hessischen Tierschutzbeauftragten, Dr. Martin, für ihre vorbildliche und engagierte Arbeit: "Es ist richtig, dass wir uns als Land eine Tierschutzbeauftragte leisten und ich freue mich, dass sie so praxisorientiert und erfolgreich arbeitet. Mit der Politik gemeinsam sorgt sie dafür, dass das hohe Tierschutzniveau in Hessen gehalten und weiter optimiert wird."

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