"Wenn sich die Bauern auf die Grünen verlassen müssten, ist nicht nur Hopfen und Malz, sondern auch noch die Milch verloren", bemerkte der agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Kurt Wiegel, im Hinblick auf die gutgemeinten Ratschläge der Grünen an Landwirtschaftsministerin Lautenschläger für die bereits zu Ende gegangene Agrarministerkonferenz. "Die Grünen kommen zu spät! Statt eines offenen Briefes wäre eine rechtzeitig versendete elektronische Nachricht vielleicht besser gewesen", ergänzte Wiegel.

Im Übrigen habe Ministerin Lautenschläger bereits eigene Vorschläge erarbeitet und auf der Agrarministerkonferenz vertreten. Diese umfassten die Aussetzung der Milchquotenanhebung, ein Milchrentenprogramm für Landwirte, die freiwillig aus der Produktion aussteigen wollen, sowie die Anhebung des Interventionspreises. Ebenfalls sei darunter die Abschaffung der Saldierung, also die Verrechnung von Über- und Unterlieferungen enthalten gewesen, die Strafabgaben bei Überlieferungen bewirke.

"Diese Vorschläge werden sowohl vom Bauernverband, wie auch aus den Reihen des Verbands der Milchviehhalter unterstützt. Die Nachhilfe der Grünen ist überflüssig, Hessen hat längst zum Wohl seiner Milchbauern gehandelt", so Wiegel.

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