Als "unanständig und eine ganze Branche unter Generalverdacht stellend“ bezeichnete der Landwirtschaftspolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Kurt Wiegel, die heutigen Aussagen der Grünen im Hessischen Landtag zum Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung.

„Richtig ist, dass der Einsatz von Antibiotika auf das unbedingt erforderliche Maß zurückgeführt werden muss. Dafür gibt es ein klares und verbindliches Konzept der Bundesregierung. Es ist aber nicht in Ordnung, wenn die Grünen den Eindruck erwecken, in der hessischen Landwirtschaft würden munter und ungeprüft Medikamente an die Tiere verabreicht. Kranke Tiere müssen behandelt werden – das ist ein Gebot des Tierschutzes. Eine vorbeugende oder gar wachstumsfördernde Gabe von Antibiotika ist aus guten Gründen verboten und mit drastischen Strafen belegt. Wenn die Grünen Informationen darüber haben, dass dies passiert, sollten sie die vereinzelten schwarzen Schafe bei der Staatsanwaltschaft anzeigen, anstatt eine ganze Branche unter einen schwammigen Generalverdacht zu stellen“, so Wiegel.

Der Agrarpolitiker wies darauf hin, dass der Bundestag erst vor zwei Wochen strengere Regelungen zum Medikamenten-Einsatz in der Tierhaltung verabschiedet habe, die strengere Auflagen, schärfere Kontrollen und mehr Transparenz bringen. So erhalten die Überwachungsbehörden mehr Kontrollbefugnisse und eine bundesweite Datenbank wird eingeführt. Dank dieser Transparenz-Regeln können die Kontrollen sehr wirkungsvoll und zielgerichtet stattfinden und individuelle Minimierungsstrategien bzw. wo nötig Sanktionsmechanismen greifen.

„Diese Reform wird den Einsatz von Medikamenten in der Tierhaltung deutlich reduzieren. Die Grünen schießen mit ihren Vorschlägen über das Ziel hinaus“, so Wiegel abschließend.
 

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Ansprechpartner

Kurt Wiegel

Ältestenratsmitglied

+49 6641 646426
post@kurt-wiegel.de