"Anstatt bloßer Lippenbekenntnisse müssen sich der Lebensmitteleinzelhandel und insbesondere die Discounter ihrer Verantwortung für regionale Erzeugung gerecht werden", forderten die agrarpolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen von CDU und FDP, Kurt Wiegel und Heinrich Heidel, vor dem Hintergrund des heute in Berlin stattfindenden Runden Tisches der Lebensmittelwirtschaft, zu dem Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner geladen hat.

Nach Einschätzung der Agrarsprecher profitiere der Verbraucher von "ungewöhnlich niedrigen"“ Preisen für Lebensmittel nur vordergründig. "Wenn hochwertige Nahrungsmittel zu Dumpingpreisen regelrecht verramscht werden, können für die landwirtschaftlichen Erzeuger keine kostendeckenden Preise zustande kommen. Als "besonders dramatisch" skizzierten die beiden die Situation im Milchbereich, wo die aktuellen Auszahlungspreise die Produktionskosten der Landwirte bei weitem nicht abdeckten.

"Auskömmliche Preise sind für unsere Bauern aber notwendig, stellen eine faire Entlohnung ihrer Arbeit dar und dienen dem Erhalt der Kulturlandschaft vor allem in den benachteiligten Mittelgebirgsregionen", brachte es Wiegel auf den Punkt. "Gerade in den Mittelgebirgsregionen, die den Reiz der einzigartigen hessischen Landschaft ausmachen wird die Milcherzeugung infolge höherer Produktionskosten zuerst eingestellt. Dies kann nicht im Interesse der Verbraucher sein", ergänzte Heidel abschließend.

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